CH-Kultur pur - das Neuste aus der Schweiz

Über

Juerg Kilchherr ist ein Schweizer Künstler, der im Bereich Literatur, Musik und Malerei arbeitet. Hier veröffentlicht er seine Berichte über die Schweizer Kulturszene und vielen anderen Bereichen.

Alter: 51
aus: 3177 laupen/ch
 


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Conchita Wurst im Kaufleuten Zürich

Oesterreicher sind wie Schweizer. Sie haben mehr Angst als Mut ausser Conchita Wurst. Ihre Courage als singende Dragqueen statt als Tom Neuwirth durchs Leben zu gehen, wurde vor zwei Jahren mit dem Sieg beim Eurovison Songcontest belohnt. Sängerin Cher twitterte der Wienerin an diesem Abend, sie sollte doch den Nachnamen Wurst weglassen und sich eine neue Perücke kaufen. Erstes tat die Draqueen und tritt nun als Conchita live mit Band in 12 Städten im deutschsprachigen Raum in eher kleinen Hallen wie dem Kaufleuten auf, wo sie doch noch vor einem Monat die Oper im australischen Syndey ausverkauft hat..Doch ausser in ihrer Heimat verkaufte sich ihr kostspieliges Debut schlechter als erwartet, also verlangt man halt 100.-- für ein Konzert von 90 Min, das keines war. Der erste Teil bestand aus milde ausgedrückt einer Hommage an grosse Sängerinnen wie Tina Turner, Celine Dion oder Cher mit Coverversionen oder böse ausgedrückt Karoke mit viel Geschwätz. Den zwischen den Songs erzählte die Dragqueen Geschichten von ihren Anfängen, puderte sich die Nase, strich sich tausend Mal durch ihre Perücke und als sie dann auch noch von der Bühne stieg in ihren hohen Absätzen und das Publikum bat, ihr Fragen zu stellen und Selfies zu machen, war der Tiefpunkt erreicht. Im zweiten Teil versuchte die Frau mit Bart, die sich übrigens nicht rasiert, weil sie mit 28 Jahren nicht wie zwölf aussehen möchte, Terrain gut zu machen und die vierköpfige Band legte sich ins Zeug und endlich kamen die Songs des Debuts.Die eigenwilligen Interpretationen der CD-Songs waren abwechslungsreich, der Gesang Conchitas wechselt wie ihre Person zwischen den hohen Tönen einer Frau und den tiefen eines Mannes innerhalb eines Liedes. Tönt gewöhnungsbedürftig und war sicher nicht fehlerfrei dargeboten. Der Junge aus der Steiermark und die Dragqueen aus Wien - zwei Seelen in einer Brust, die Theatralik, ein gutes Mundwerk, ein Auge für Mode und Musikgehör vereinen. Dem Publikum in den vordersten Reihen vermiste der Schlagzeuger den Abend, der so laut war, dass sich die Leute, die Ohren zu hielten. Auch war das all zu grelle Licht auf Conchita ein Schmerzpunkt.Zwei Zugaben, von denen "Rise like a Phoenix" der beste gesungene Song des Abends war, gab es für den ausverkauften Kaufleutensaal in dem auch Michael von der Heide sass neben der ganzen Dragqueen- und schwulen Szene Zürichs. Michael hat ja gerade eine Cd mit Paola-songs rausgegeben. Paola vertrat unser Land vor 36 Jahren am ESC. Wer wird sich angesichts dieses mittelmässigen Konzerts von Conchita 2050 noch an die Oesterreicherin erinnern?In zwei Wochen wählt Europa ein neues Siegerlied am ESC in Stockholm und einen neuen Helden, der aus der Phönix steigt.

10 000 Freundenschreie auf der kleinen Scheidegg beim Snowopenair

Mit den Fanta 4, Patent Ochsner und Pegasus war das Snowopenair im Berner Oberland zum 13. Mal in der Geschichte mit 10 000 Zuschauer und ihren kalten Füssen und starken Wind im Haar ausverkauft.Zeitig aufstehen mussten die vier Brienzer Jungs von Container 6 und dann den Weg mit der Berner Oberlandbahn nehmen, der wie eine Reise durch die letzten Wochen zurück war. Spielten in Spiez Männer in kurzen Hosen Tennis, blühten in Wengen erst die Krokus, so packten die Musiker wie die Zuschauer die Winterjacken und den Schal auf der kleinen Scheidegg aus, bevors vor elf Uhr auf die Bühne ging und das Termometer 2 Grad anzeigte.In der Umbauphase standen die Organisatoren des Snowopenair mit drei Meteodiensten in Kontakt, den es gelang der Sonne nicht, sich durchzusetzen und der Wind wurde stärker. Doch Pegasus aus Biel liessen sich vom Wetter und dem Geschmack von Rösti mit Spiegelei an den Ständen nicht aus der Ruhe bringen, obwohl der Sänger Noah Veraguth, Bassist Gabriel Sphni und Schlagzeuger Stefan Brenner wussten, das dies der letzte Auftritt mit dem Gitarristen Simon Spahr sein würde. Nach 15 Jahren verlässt er die Band, die zwar das Publikum mit ihren Hits teilweise mitreisen konnte, aber der Pop der zahlreichen mittelmässigen Nummern verhalte zwischen den Felsbrocken ohne Echo. Auch wenn Noah Veraguth trotz Windbösen im Frack und mit roter Nase versuchte das Publikum auf sich zu ziehen, blieben viele regungslos stehen auf ihren kalten Füssen. Ab und zu Sonne aber trotzdem warnte der Sprecher, sollte der Wind stärker werden, müsste das Openair abgebrochen werden. Aber doch jetzt nicht. den Patent Ochsner machte sich bereit und der Schnee wurde breitgetreten, das Gedränge vor der Bühne nahm zu.1990 gegründet mit einem Namen von einem Abfalleimer sind Patent Ochsner seit ihren letzten CD "Rimi Flashdown" dort, wo sie der Metallschlosser und Sozialpädagoge Büne Huber gerne sieht, an der Spitze des Mundartrocks.Auf 2061 m. Meter zeigte die Band von der ersten Minute kurz vor zwei Uhr an, für was die Fans den langen Weg auf die kleine Scheidegg auf sich nahmen und für was sie viele Generationen lieben, musikalische Vielfalt. Fetter Sound, kühle Luft und fette Bläser und Hits zum Mitsingen, das half gegen die Kälte im Hals. Bühne Huber, der beleibte Kumpel, den alle lieben, sagte, das Tolle am Snowopenair sei, dass er im Gegensatz zu den Sommeropenairs nicht von der Sonne und den Scheinwerfer gegrillt werde, stattdessen seien hier alle so nett, das fast der Weltfrieden ausbrechen könne. Die Partyband mit Intellekt animierte mit ihren Hits "Belpmoos und Scharlachrot" auch die Sonne und Skifahrer und Schlittler zum mitsingen. Eine ältere Dame fasst dann den Auftritt so zusammen: "Das war Schweizer Kulturgut".Zwar verliessen einige Zuschauer nach dem grossen Auftritt von Patent Ochsner das Gelände, weil die Bisse immer stärker wurde, doch ehemalige Hip-Hopper kennen keinen Schmerz, zündeten sich Cannabis an und bald kamen die ewigen Lausbuben aus Stuttgart.Michi Beck, Thomas D,, Smudo, Dee Jot Hausmarke sind auch 25 Jahren nach ihrer Gründung als Fanta 4 eine Wucht, dank einem Hits und einer starken neuen Cd "Rekord". Sie kannten alle Tricks damit auch gegen vier Uhr nachmittags als es schon etwas dunkler wurde, die Post abging und auf der kleine Scheidegg 10 000 Schreie den Winter vertrieben.

Meilewyt und doch so nah - Jill alias Jackie Leuenberger zeigt Burgdorf

Jahrelang war die Sängerin Jackie Leuenberger aus Burgdorf mit Band unterwegs. Am 2. Apri hat sie zusammen mit Steve Werle, Christoph Jakob als Trio " Jill" mit ihrem Debut "Meilewyt" in der Alte Moschti in Mühlethurnen Plattentaufe. Auf einem Spaziergang durch ihre Heimat sprach sie über den Neuanfang und gab Einblick in ihr Leben abseits der Bühne.Ostern als christliches Fest ist vorbei, Sänger Roger Ciccero starb an einem Hirnschlag. Machst Du Dir Gedanken über das was kommt, wenn man plötzlich meilenweit weg ist und den Himmel berührt?Wir sind ja hier am Fluss Emme, wo ich gerne joggen gehe, um den Kopf zu lüften und gerade in letzter Zeit mache ich mir Gedanken über das Leben nach dem Tod. Ich brauche auch nach der Arbeit im Büro am PC viel Zeit für mich und die Bewegung. Nach dem Ende meiner 15-jährigen Ehe dauerte es seit der letzten Cd vier Jahre bis zum Debut mit Jill. Ich musste mich neu orientieren im Leben, habe nun eine 70% Stelle und weniger Zeit für die Musik. Doch die Leidenschaft ist immer noch gross und allgemein geniesse ich das Leben bewusster. Ich liebe die Emme, die auch bis zu meinem Haus in Bätterkinden fliesst und ein guter Rückzugsort ist.Jackie Leuenberger aus Burgdorf, Steve Werle aus Däniken und Christoph Jakob aus Thun, ihr seit "Jill" seit letztem Jahr, aber kennen tut ich euch schon lang und hattet auch schon früher zusammen musiziert.Warum kommt den erst jetzt das Debut "Meilewyt"?Du siehst, auch an meinem Arbeitsplatz am Empfang von Hälg Facilty Managment AG liegt das Debut auf. Die zwei Männer sind Mitglieder meiner Band, die momentan etwas schläft. Mit den zwei habe ich 2010 als Trio für World Vision vor 150 Besucher ein Akustikkonzert gespielt und es hatte das gewisse Etwas, kam super beim Publikum an. Ich fühlte mich beim Trio sehr wohl und es ist leichter an Konzerte zu kommen als mit der Band. Ich bin immer noch die Singer/Songwriterin und die Männer unterstützt mich gesanglich.Burgdorf ist Deine Heimat, einer der Sponsoren der CD, aber ist es auch Inspiration oder musst Du weggehen, um zu schreiben?Der Platz wie hier vor der Musikschule liebe ich wie viele andere Plätze und die Altstadt. Ich gehe zwar auf Reisen, aber meine Geschichten passieren, da wo ich bin. Ich nehme Gesprächsfetzen auf, alles geht durch den Jackiefilter. Fast alle Songs, die ich schreibe, haben einen persönlichen Bezug.Produziert wurde das neue Album von Dave Demuth, an der musikalischen Umsetzung halfen Grössen wie Florian Sitzmann von den Söhnen Mannheims oder Dave Mette, Drummer bei Philipp Poisel mit. Wie kamst Du als Sängerin aus der Provinz zu diesen Leuten und wie war die Zusammenarbeit?Vor langer Zeit hörte ich Dave Demuth mal an einem Konzert hier und es blieb mir in guter Erinnerung. Nun ist er ein junger Produzent mit Spass an der Arbeit, der wiederum mit Florian Sitzmann bekannt ist. Du siehst, in unser Branche kennt jeder irgendwie jeden. Jedenfalls war der Pianist von den Söhnen Mannheims, der in der Nähe des deutschen Studios, wo wir die Scheibe aufnahmen, wohnt, sofort dabei und er wie alle anderen Beteiligten brachten einen frischen Wind in die Aufnahmen und ihre Inspiration mit. Die Musikindustrie liegt am Boden, alle klauen die Songs im Internet wie Diebe, die Einnahmen fehlen. Doch Du hast für das Debut Ideen wie Du es an den Mann bringen willst?Im Cafe Ono in der Altstadt, wo wir gerade sitzen, nehme ich gerne einen Cafe. Nun am Boden tönt so negativ. Klar die Musikindustrie verändert sich und es ist für den Künstler eine neue Herausforderung. Dank Crowdfunding, Kultursponsoring und den Vorverkäufen gelang es uns die Produktionskosten von 30 000 Franken zu 50% zu denken.Wir machen auch Wohnzimmerkonzerte als Promo in der ganzen Schweiz. Jeder kann uns buchen, er muss nur 20 Leute einladen, ein Wohnzimmer oder einen Raum zur Verfügung stellen und wir spielen für die Kolllekte. Das ermöglicht uns einen direkteren Kontakt zum Publikum und wir können so auch in abgelegeneren Orte spielen.Jackie Langenegger ist nicht nur eine öffentliche Person sondern auch eine die Freizeit und Hobbies hat, welche?Wenn die Sonne lacht wie heute nah des Schlosses gehe ich gerne mit Freunden wandern oder besuche Konzerte, das Kino. Ich bin ein Beziehungsmensch, der auch gerne einlädt und im Betty Bossi Kochbuch Neues ausprobiert für ein 5 Gang Menu. Danach ist Joggen angesagt.

Papiliorama kämpft gegen die Gier des Menschen in den Tropenwäldern

Das Papiliorama in Kerzers schützt in Zentralamerika 235 Quadratkilometer Tropenwald in drei Naturreservaten. Eine Studiengruppe der ETH Zürich hat diese Schutzgebiete in Belize erstmals wissenschaftlich untersucht. Vor allem die Landwirtschaft greift rund um die Reservate stark in das ökologische Gleichgewicht ein. Der Leiter des Papiliorama Caspar Bijleveld stand Rede und Antwort.Caspar Bijleveld, das Papiliorama sehen Kinder als Entdeckungsreise zu den Schmetterlinge und bei Erwachsenen weckt es das Kind im Mann. Doch weit weg von Kerzers tut das Papiliorama auch etwas für den Umweltschutz, was genau?Tatsächlich. Die Stiftung Papiliorama bemüht sich, in der Schweiz die Diversität der Pflanzen und Tieren dem Publikum näher zu bringen, in dem sie die Besucher innerhalb lebendige Ausstellungen eine Reise anbietet. Ziel ist es, eine Bewunderung für die Schönheit der Natur zu wecken und ein Verstehen ihrer Zerbrechlichkeit mitzubringen. Darüber erzählen ist wichtig, auch etwas unternehmen für die Schutz der Natur ist vielleicht noch wichtiger. So hat das Papiliorama bereits 1989 ein Naturreservat aufgerichtet in Belize (Zentralamerika), um Tropenwälder zu schützen. Heute sind es über 235 km2, die dank des Papilioramas geschützt werden.In der Schweiz finden Schmetterlinge keine Blumenwiesen mehr, weil als zu betoniert wird, doch auch ihre Schutzgebiete haben Feinde, welche ?In der Schweiz gibt es zwei Probleme: auf der einen Seite hat es kein Platz mehr für Natur, die Böden sind überfettet und Wiesen mit Blumen hat es fast keine mehr. Auf der anderen Seite, die Nutzung von Pestiziden wie Neo-nicotinoïden. Das hat in wenigen Jahren die reine Biomasse an Insekten und anderen Wesen stark reduziert. Darauf folgt ein Ketteneffekt, welche allmählich dramatische Folgen hat für die Biodiversität in der Schweiz.In Belize kämpfen wir grundsätzlich auch mit den gleichen Feinden: zuerst die industrielle Landwirtschaft, wofür immer mehr Wälder platt gelegt werden und ein Übermass an Chemie, was die ganze Umwelt tangiert.Eigentlich denkt man gläubige Menschen wie die Mennoniten als Bewohner des Urwaldes sollten die Schöpfung ehren und trotzdem denken sie nur am Geld und zerstören wie eine ETH-Studie herausfand. Warum dieser Widerspruch?Ich glaube nicht, dass Geld der Motor ist bei Mennoniten. Diese haben eine sehr wortgetreue Interpretation der Bibel, wobei Gott den Menschen die Erde gibt, damit diese von denen bewirtschaftet wird. Mennoniten denken nicht an ihren eigenen Komfort, daher haben sie auch keine Interesse an Geld, ausser um mehr Land zu kaufen. Es ist ein Zirkel welche seine Ende findet (und der Anfang erneuter Probleme) wenn es kein Wald mehr hat, das heisst kein neues potentielles Agrarland.Welche Konsequenzen hat diese ETH –Studie für ihre Arbeit vor Ort?Die Studie der ETH hilft uns, eine Sicht von Aussen zu erhalten über der gesamten Lage in Nord-Ost Belize. Zuerst mal hilft es uns die Landschaftsveränderungen zu verstehen und vielleicht wird es uns möglichen sein, eine Prognose zu machen, wie die Situation sich entwickeln wird. Wichtiger aber ist vielleicht die neue Beziehung zwischen einer sehr renommierten Institution wie der ETH und einer Region in einem kleinen zentralamerikanischen Land sich bildet. Dass der eine sich für den anderen interessiert, ist lokal schon mal ein starkes Signal.Zwar gibt es Machtkämpfe um die Vorherrschaft in den Tropen, doch abseits von dem, sind die Urwälder eine Faszination, die der Schweizer mit ihnen erleben kann, wie genau?Tropenwälder haben Menschen immer fasziniert. Nicht nur weil sie mit ihrer Üppigkeit auf einer Ebene das Eden vorstellen, aber auch weil sie uns vorkommen, als die letzte «wilden» Orte auf unserer Erde. Die Realität ändert sich aber schnell: wie bei uns wird Natur in den Tropen nur noch in Reservaten gefunden. Und 80% von diesen geschützten Gebiete, sind weltweit kaum geschützt, grundsätzlich weil Naturschutz selber kaum im Feld investiert und nicht gerne Löhne und operative Kosten deckt. Das Papiliorama versucht grundsätzlich zu zeigen, dass eine kleine Gruppe von Leuten auf beiden Seiten der Ozean, mit einem kleinen Budget viel Natur retten kann. Das machen wir seit 25 Jahren und wir werden das weiter machen, solange wir es können.Papiliorama

Der Erholungsraum Garten und die Romantik an der Giardina 2016

In der Schweiz ist die Natur auf dem Rückzug und der Garten auf dem Vormarsch. Die Plattform für Gartenkultur "Giardina 2016" stellt heuer zum Thema "moderne Gartenromantik" vom 16. - 20. März 270 Aussteller in der Messe Zürich aus.Der Feierabendverkehr rollt durch Oerlikon während Schneeregen fällt und auf einer Strassenlampe eine Amsel vor dem Hallenstation singt. Die wäre wohl auch lieber im Gebäude daneben, den auf drei Etagen präsentiert die Giardina 2006 Erholungsräume gegen die Hektik des Alltags. Bereits vor der Messe Zürich duftet es bei Annekaetti.ch alias Christine Steinlechner aus Winterthur. Zusammen mit ihrem Mann hatte sie die Idee eine Milchkanne am Bauch aufzuschneiden, auf eine Bodensteinplatte zu setzten und kräftig mit Holz einzufeuern, damit das Fondue kocht oder Fleisch brät.Weg vom Architekten, der den Garten nach Geometrie und Zweckmässigkeit plant zu mehr Persönlichem und Naturerlebnis, so soll gemäss der Giardina 2006 der Trend sein. Das Untergeschoss der Messe Zürich ist ein Raum grossartiger Gartenanlagen in anspruchsvollem Design, die sinnliche Gefühle hervorrufen.30 000 Quadratmeter umfasst die Ausstellung und der Gestaltungswille der Gärtner mit Grün und Blumen ein echtes Erleben, von dem was vor Jahrzehnten mal im Wohnort war auf die paar Quadratmeter vor der Haustür zu holen, ist gross. Im ersten Stock gibt es kreative Einzelgänger wie Jürg Schneider au Brüttelen bei Ins. Der Keramiker aus dem Seeland hat die Tonmühle erfunden. Das sind Räder, die wenn sie der Wind oder die Hand berührt und bewegt, Kieselsteine im Inneren auf die Stahlstäbe fallen lassen und so Musik erzeugen wie das Bewegen von Steinen im Flussbett. Ein Gartentisch mit einer besondere Geschichte verkaufen die Franzosen aus Spechbach le bas von der "Goldstein-creations.com 200 Million Jahre altes versteinertes Holz aus den Rocky Mountains wird geschliffen und poliert, damit das versteinerte Holz wie Glas zum Vorschein kommt.Es müssen ja nicht immer Büsche sein, die einen Gartenplatz umranden, hat sich Jakob Tschanz gedacht, als er als Mitarbeiter des Landschaftswerkes Biel die Idee hatte unbearbeitete Holzäste zu sammeln mit Flüchtlingen im Jura, dann die Tannäste zu säubern, damit die Holzfasserung zum Vorschein kommt und diese in massive Steinsockel mit einer Haltung zu stecken. Fertig ist das Asthandwerk.In der zweiten Etage der Messe wird das Material, die Möbel und bei einer lustigen Holländergruppe Knollen, Wasserpflanzen und andere Solitäre verkauft. Wer wie ich den richten Ton bei diesen Amsterdamer findet, bekommt vielleicht eine Gratispflanze zusätzlich, den schlussendlich ist die Gardina 2006 auch das, was Gärten sind - ein Ort der Begegnung mit der Natur, sich selbst und dem Mitmenschen.Giardina

Gegen den Fastfood - Slowfood Market Bern

Was kommt heute Gesundes auf den Küchentisch? Diese Frage beantwortet der erste Slowfood Market in Bern, der am Freitag kurz vor zwölf Uhr von der Gemeinderätin Ursula Wyss eröffnet wurde und mit 183 Hersteller aus dem In- und Ausland und ihren Produkten noch bis Sonntag Kulinarik mit Geschmack und Ethik auf dem Beaexpogelände den Magen verwöhnt.Slow Food sind gute Lebensmittel, die geschmacksvoll, einwandfrei und Teil der lokalen Kultur sind. So will es die Vereinigung Slow Food und für Michael Brönniman aus Hüttendorf ist auch das Kriterium saubere Lebensmittel bei der Herstellung und der sparsame Umgang mit den Ressourcen der Erde wichtig. Als ehemaliger Spitzensportler weiss er, man ist, was man isst. Nach der Sportkarriere gründete er vor fünf Jahren die "Naturkostbar" in Steffisburg und tauchte in die Welt der Naturrohstoffe ein, reise durch ferne Länder, kaufte ein und bietet heute mit seinen 10 Mitarbeitern eine Palette von Speiseölen, Nüsse, Samen, Snacks usw.an. Besonders am Herzen liegt ihm der Kakao. Zusammen mit seinem Chocolatier Jwan Roten wirft er die Kakabohnen, die zuvor bei ausgesuchten Händlern in Südamerika eingekauft wurden, in die Steinmühle und später wird daraus Schokolade oder Pralines Bald wird Michael Brönnimann die biologischen Rohkostprodukte in einem Laden mit Showprodukten in der neuen Schanzenpost ab August den Stadtberner schmackhaft machen. Nun dufte es schon von Weitem am Slow Food Market nach "gesunder Schoggi".Der Slow Food Market Bern ist eine Plattform für Hersteller von Produkten wie Wein, Bier, Kaffee, recht viel Wein und regionalen Produkten, die faire Lebensmittel durch angemessene Bezahlung und faire Bedingungen herstellen, so ein weiterer Vorsatz der VereinigungWerner Stirnimann wohnt in Langenthal liebt die Gegend am Schnittpunkt zwischen den Kantonen Luzern, Bern und Aargau. Schon sein Grossvater experimentierte mit den Kräutern der Region und brachte Werner Stirnimann erstes auf den Geschmack und zweitens auf die Idee etwas für die Biodiversität zu machen. Die Rottaler Auslese GmbH ist ein Verband von Lebensmittel und Landwirtschaftsbetrieben, der erst letztes Jahr gegründet wurde. Am Slow Food Market serviert der Aargauer Zigerchrosi, den Brunnenkresse-Käse (superfein) aus Melchau oder den Klosterhofmost oder die Klosterrauchwurst aus St. Urban.Ursula Wyss bemerkte in ihrer Ansprache, dass der Mensch in seinem Leben rund Hunderttausend Essen zu sich nimmt.Deshalb will der Organisator Rafael Pfarrer mit den Slow Food Market die Kultur der Lebensmittelfördern.Der Magen und die Nase machen noch bis Sonntag beim Naschen und Trinken viele neue Erfahrungen und der Besucher unterstützt mit dem Kauf eines Produktes in der Ausstellung die Bewegung für gute Nahrung und den Respekt vor der Natur, die uns soviel Gesundes gibt, weiss man es den wie richtig zu verarbeiten.

Note 6 für das Musical Mein Name ist Eugen

ereits wenige Tage nach der Premiere ist klar, dass "Mein Name ist Eugen" das neue "Ewigi Liebi" ist, den der St. Galler Roman Riklin, Autor beider Musicals, hat den Berner Lausbuben Musik und Text auf den Leib geschrieben, damit jeder die fast dreistündige Show voller Seitenhiebe auf die Erwachsenenwelt mit Dauerlachen durchsteht.Klar, die meisten Zuschauer genossen mehr Freiheiten als vier "Berner Giele" aus dem Jugendbuch von Klaus Schädelin, der es 1955 veröffentlichte und als eine Art Abrechnung mit dem konservativen Elternhaus, der Vater war Münsterpfarrer und Theologieprofessor, gesehen werden kann. Bekam das Buch noch den Sticker "An der Grenze zu Kitsch und Schund", sind den vier Buben im Musical von Anfang an die Sympatien der Zuschauer gewiss.Der 44-jährige St. Galler Roman Riklin arbeitete ein Jahr lang gratis am Buch, der Musik und dem Text und nun gilt es mit einer alten Lausbubengeschichte aus der Berner Altstadt mehr als 650 000 Zuschauer in die Maag Halle bei der Hardbrücke in Zürich anzulocken, bevor Geld fliesst. Doch nach "Ost Side Story und Ewigi Liebi" weiss der St. Galler wie man Massengeschmack erschafft. Dabei hilft ihm auch die erst elfährige Verfilmung von Michael Steiner, die immer noch in den Köpfen der Zuschauer rumschwirrt.Im Gegensatz zum Film spielen nun Erwachsene die vier Jungs. Das Kinderarbeitsverbot zwang den Regisseur Dominik Flaschka dazu. Wer nicht in der ersten Riehe sitzt, merkt den Altersunterschied kaum.Die Erwachsenen sind für die Lausbuben blutleere Menschen, also gibt es sie im Musical nur als Puppen am Stecken mit Bauchredner. Auf die Erwachsenen prasseln viele Sprüche und Streiche von den 13-jährigen, die nicht erwachsen werden wollen, ein.Die Ironie, der Humor sind kindlich und frech und das Lachen der Zuschauer darüber hört fast drei Stunden nicht auf, den der Erwachsene von heute erkennt sich als moderner Biedermann in dieser Geschichte, um eine Reise durch die Schweiz auf der Suche nach Fritzli Bühler, Held aller Lausbuben, wieder.Der rasante Schnitt, die Popmusik, wenig Tanz und die Lausbubenstreiche von Eugen, Wrigley, Eduard und Bäschteli machen das Musical "Mein Namen ist Eugen" zu einem Abend des grotesken Humors, der sicher noch Monate in Zürich gespielt wird als Volkstheater für Schulklassen, verlorene Erwachsene ohne Träume und jene, die das Kind in sich nicht verbiegen lassen wollen wie die Berner "Lus-cheibe".

Nickless - Pop-Blut aus Zürich wird Star

Zwar momentan noch Support von Baschi auf dessen Tournee, doch am Ende des Jahres wird Nickless wie an den Swiss Music Awards den Thron als Popkönig des Landes besteigen, dafür spricht das veröffentlichte Debut ""Your Years".Als Nickless vor vierzehn Tagen für seine Debutsingle "Waiting" in der Kategorie "Best Hit National" an den Swiss Music Awards den Steinklotz mit einem Freudenschrei, der durchs ganze Hallenstation hallte, entgegennahm, vergass er nicht in der Dankesrede zu erwähnen, dass sein Erfolg nicht nur auf seine 19 Jahre, sein spitzbübisches Aussehen und der Social Media Fantruppe beruhe, sondern auch auf der langen Studioarbeit. Damit meinte er zum einen seine Lehre bei Produzent Thomas Fessler und zum anderen die 12 Songs, die als Debut "Your Years" erschienen und Pop in Reinkultur sind. Die Radiostationen werden sich die Hände reiben, denn da kommt ein Zürcher, aus dessen Hände leichte Lieder zum Mitsingen oder Tanzen fliessen, die aber nicht alleine entstanden sind. Hinter Nickless steht eine Band, doch die tritt nur auf der Bühne in Erscheinung.Natürlich ist "Four Years" nicht besser oder schlechter als alle One Direction oder 80er, 90er, 00er Teenypopbands, doch Nickless wird abheben, weil er halt die Zürcher Medien hinter sich hat und ein Schlaumeier ist im Verwerten seiner Ideen. Die Songs sind so eingängig und sogar das Pfeifen kommt zum Einsatz, damit auch der Nichtmusiker mitsingen können.Mit sieben lernte Nickless Schlagzeug spielen, mit zwölf stand er das erste Mal auf der Bühne und nun versucht der Zürcher den umbekehrten Weg als Bastian Baker zu gehen und gibt Konzerte in der Romandie, den schliesslich möchte er und sicher auch die gleiche Plattenfirma wie Baker, dass Nickless gesamtschweizerisch abhebt und das wird auch gelingen, den die Prise Folk, die seinen Pop aufmischt, macht die Lieder erdig."Four Years", das sind 12 Ohrwürmer, die den Frühling, das Verliebtsein besingen von einem, der seinen Humor, seine Kindlichkeit und die Frechheit seiner Jugend nun als jeune homme musikalisch auslebt. Und das ist wie Nickless Lieblingsspruch "'sch mega cool". Die Schweizer hat einen Popstar. Geniessen wir "Four Years" als Homage an die Leichtigkeit des Seins, in vier Jahren ist Nickless ein erwachsener Mann und vielleicht bei der Schwermütigkeit angelangt wie seine Altersgenossen.

Bisexualität - der neue Treffpunkt und eine Ausstellung in Bern

Die erotische Anziehung zu beiden Geschlechtern ist in der Schweiz oft nur ein Spiel der Augen, der öffentliche Austausch darüber und untereinander schwieriger. In Bern gibt es einen neuen Treff für Gleichgesinnte und eine Ausstellung in Ostermundigen nimmt sich ebenfalls sich dem Thema Bisexualität an.Der Schlüssel zum Geheimen lag für Juan auf Antonias und Gustavs Haut. Sein Dasein, Lieben, Leiden war von drei Körpern durchdrungen. Dem eigenen und der Sehnsucht nach einer Frau und einem Mann. Vorbei waren die Zeiten, in denen er in ständiger Furcht vor sich selbst, seine sexuellen Bedürfnisse verleugnete. Nun waren das Begehren und die Begierde zu dritt sein eigen. (Ausschnitt aus dem Buch Ménage à trois von Juerg Kilchherr)Der Bi-Treff in Bern Einmal im Monat lädst du Anna Bisexuelle in der Villa Stucki zum Gespräch in Bern ein. Hat sich seit den 15 Monaten, seit es diesen Treff gibt, deine Umschreibung für Bisexuelle verändert durch die Diskussion mit anderen oder blieb sie gleich und wie?Ich merke einfach immer wieder, dass es die oder den Bisexuelle/n nichtgibt. Jede Person ist in ihrer Lebensgeschichte wieder totalunterschiedlich. Es gibt Bisexuelle, die den Wunsch haben, parallel eineBeziehung mit einer Frau und einem Mann zu leben und andere wiederum,die abwechslungsweise mit einem Mann, dann wieder mit einer Frau einemonogame Beziehung führen. Aber die Polyamorie (also das eingehen vonmehreren Liebesbeziehungen gleichzeitig) ist schon für viele ein Themaund kommt in den Treffs auch immer wieder zur Sprache.Die Schwulenbewegung der letzten Jahrzehnte war erfolgreich und brachte soziale Veränderungen. Bisexuelle gab es ja schon immer, warum und wo ist deiner Meinung nach noch Handlungsbedarf im gesellschaftlichen Zusammenleben?Bisexuelle leben halt ihre Bisexualität oftmals verdeckt aus. Wennjemand schwul ist, muss er früher oder später sein Umfeld konfrontieren,wenn er seine Neigung ausleben will. Wer bisexuell ist, kann auch eineheterosexuelle Beziehung führen und gleichzeitig im Verborgenengleichgeschlechtliche Menschen treffen. Die Akzeptanz gegenüberBisexuellen ist meiner Meinung nach häufig noch nicht so da; inSchwulenkreisen gelten sie als Menschen, die nicht zu ihrerhomosexuellen Orientierung stehen können oder man hat allgemein Angst,dass ihnen ein Partner nicht genügt. Auch lesbische Frauen wollen meistnicht bisexuelle Frauen als Partnerinnen, da sie sich fürchten, dieGeliebte würde dann früher oder später wieder mit einem Mann abspringen.Meiner Meinung nach bräuchte es Vorbilder, die offen zu ihrerBisexualität stehen, denn Bisexualität ist immer noch häufig einTabuthema.Ein schwuler Kollege von mir behauptete schwule Sauna würden ohne die versteckten Bisexuellen dicht machen. Tut sich die Schweiz im Vergleich zu den Nachbarsländern schwerer mit Bisexuellen, dass sie nicht offen leben können?Ich kenne mich zu wenig aus, wie es um unsere Nachbarländer steht...Aber in der Schweiz habe ich schon das Gefühl, dass sich Wenige trauen,offen bisexuell zu leben. Am letzten Bi-Visibility-Day, dem Tag derBisexuellen machten wir bei der Sendung Nachtwach mit und es haben sichnur ganz wenige Bisexuelle gemeldet. Anscheinend möchten die Menscheneinfach lieber in eine Schublade gehören. Es ist wahrscheinlich fürviele einfacher, sich einfach als schwul bzw. lesbisch oder hetero zubezeichnen, auch weil es für Schwule/Lesben mehr Anlaufstellen undAustauschmöglichkeiten gibt.Die Besucher des Bi-treffs kommen ja auch , weil sie teils Hilfe brauchen. Wie sehen die Unsicherheiten aus und wie hilfst du weiter?Unsere Runde ist eine offene Gesprächsrunde. Man hilft sich gegenseitig,gibt sich Tipps im Zusammenhang mit dem Outing zum Beispiel. Oder wennes darum geht, Familienangehörige zu informieren und evtl. sogar dieFamilie zu verlassen. Natürlich bringe ich meine Erfahrungen auch einund versuche auch Einzelgespräche anzubieten und ich biete Beratung perMail an (bi-pan@ha-bern.ch). Dort berate ich (Anna, Foto) aber nur einen Mannregelmässig, der auch schon zu einem Einzelgespräch mit unseremPsychologen und mir gekommen ist. Unsere Gruppe ist ja angegliedert andie HAB (Homosexuelle Arbeitsgruppen Bern) und läuft unter dem AngebotBeratung und eine Fachperson begleitet das Beratungsteam(Schwulen-/Lesben-/Bi-Beratung) in ihrer ehrenamtlichen Tätigkeit.Oft wird ja Bisexualität erst in einem gewissen Alter wahrgenommen.Der Treff ist offen für jedes Alter, doch ist es nicht schwer soviele unterschiedlichen Geschichten an einem Abend zu besprechen?Ich habe ursprünglich eine Zeitspanne von 2 Stunden für den Trefffestgelegt, nun sind es meist mehr. Es kommen natürlich vieleGeschichten zusammen, aber da meist nur so 4-5 Leute am Treffteilnehmen, können sich alle, die wollen, gut einbringen. Und vielekommen ja auch mehrmals und man bespricht dann einfach Ausschnitte ausdem Leben oder was jeweils gerade aktuell ist. Bi-Treffs gibt es auch in Zürich, Genf und Basel, wenn ich richtig informiert bin. Wie wird euer Auftritt an der kommenden Gaypride in Freiburg im Frühjahr aussehen?Wir haben noch nichts geplant, aber voraussichtlich werden wir wieletztes Jahr an der Pride in Zürich wieder mit unserem Transparent "bihappy, bi pride" anwesend sein und wieder die verschiedenen Bi-Gruppenaus der ganzen Schweiz zusammentrommeln. Auch am letztenBi-Visibility-Day trafen wir uns alle zusammen zu einem Abendessen inOlten. Die Vernetzung untereinander finde ich sehr wichtig und es istzudem auch spannend, die Leute aus unterschiedlichen Regionenkennenzulernen.Die Ausstellung in OstermundigenVom 16.3. bis 17.4.16 stellt Stefs Kulturbistro in Ostermundigen mich Juerg Kilchherr und meine Männerbilder aus. Seit 20 Jahren beschäftige ich mich als Künstler mit den Ausdrucksmitteln der Malerei, Literatur und Musik mit den Sehnsüchten des Mannes im Wandel der Zeit. Das Thema Bisexualität ist ein wichtiger Bestandteil dieser Auseinandersetzung und der Beobachtungen des Schweizer Mannes.EinladungDer Bi-Pan Treff besucht diese Ausstellung am 18.3.16 um 17.15 Uhr. Neben einer Führung durch die Ausstellung gibt es eine Lesung und anschliessend ein gemeinsames Abendessen. Eine Gelegenheit den Verein kennen zu lernen und gleichzeitig Kunst zu geniessen. Für das Essen bitte anmelden bei bi-pan@ha-bern.chTreffpunkt ist Stef's Kultur Bistro, Bernstrrasse 101, Ostermundigen 17.15 Uhr , 18.3.16

Chinesisches Geflüster aus dem Untergrund - Kunstmuseum Bern

Das Kunstmuseum Bern und das Museum Paul Klee geben vom 19.2 bis 19.6 unter dem Titel "Chinese Whispers" mit der Sammlung des ehemaligen Botschafters in China Uli Sigg eine Antwort auf Wandel, den China in den letzten 15 Jahren durchzogen und wie der Mensch darauf reagiert hat.Der Luzerner Uli Sigg ist Jurist und war in seinen jungen Jahren Schweizer Meister im Rudern, doch der Bevölkerung ist er als Schweizer Botschafter zwischen 1995 bis 1998 in Erinnerung und der Kunstszene als Sammler zeitgenössicher Gegenwartskunst aus China. Die Werke und das sind nicht wenige, waren bisher auf seiner eigenen Insel im Schloss Mauensee ausgestellt. Nun finden 150 Werke, die nicht unterschiedlicher sein könnten, ihren Weg nach Bern bevor sie nach Hongkong verschenkt werden.Wer denkt der Rhythmus der Veränderungen in der Schweiz gehe ihm zu schnell, dem dürfte es schwindlig werden beim Tempo, mit der sich der Riese in Asien in den letzten 20 Jahren verändert hat. Da blieb kein Stein auf dem andern und der Wandel brachte dem Volk nicht nur Sieger, Doch es brachte eine Oeffnung nach Europa. Die zaghafte Oeffnung in den 80er Jahren ging auch an den Künstlern nicht spurlos vorüber. Innert kürzester Zeit griffen die Künstler die verschiedenen modernen Kunstrichtungen des Westens auf, die sie bis dahin nicht kannten. Doch in China gibt es keine Freiheit des Ausdrucks und der Meinung wie im Westen.Dies musste auch der Star der Ausstellung Ai Weiwei erfahren mit seiner kritischen Haltung zu der politischen und gesellschaftlichen Situation Chinas. Er wurde ins Gefängnis gesteckt, doch mundtot ist er deshalb nicht wie die Installation "Fragments" im Museum Paul Klee zeigt.Uli Sigg hatte den richtigen Riecher als er in Peking, Schanghai und sechs anderen Städten Kunst im Untergrund kaufte, die nun Jahren danach in Bern für internationales Aufsehen mit den zwei Ausstellungen sorgen wird. "Chinese Whispers" ist eine Ankünpfung an die vor zehn Jahren stattgefundene Ausstellung "Mahjong"-Ausstellung, die ebenfalls mit zeitgenösischer Kunst zeigte. Es ist aber auch eine 150 Stücke umfassende Ausstellung mit vielen verschiedenen Stilen und Ausdrucksformen, die sicher kein einfacher Spaziergang durch Farben und Formen sind, sondern eine Reflektion der eigenen Tradition und der Lebensbedingungen im heutigen immer noch kommunistischen China.

Ueber die Erfahrungen einer Zahnbehandlung in Ungarn

Seit Jahren sind die Preise der Schweizer Zahnärzte hoch und die Behandlungen strapazieren das Budget des Mittelstandes. Der Berner Serge Stauffer rechnete und entschied sich dann für eine Zahnarztbehandlung in Ungarn. Wie es ihm dabei ergangen ist, erzählt er im Interview.Serge Stauffer, du bist in einem Jahr ein halbes Jahrhundert alt, liebst das Essen und Schokolade und letztes Jahr zeigt sich die Alterserscheinungen bei den Zähnen. Einiges musste gemacht werden und du begannst zu rechnen.Meine Zähne sind brüchig. Als ich durch kräftiges Zubeissen vor zwei Jahren zwei weitere Kauzähne verlor, empfahl mir mein Zahnarzt, eine Brücke machen zu lassen.Die in der Offerte genannte Summe überstieg alles, was ich jemals für Zahnbehandlungen ausgegeben hatte. Es wäre ein erheblicher Teil meiner Ersparnisse gewesen.Daher versuchte ich, mit meinen Zahnlücken zu leben. Ende letzten Jahres meinte dann mein Zahnarzt, es müsse jetzt unbedingt etwas getan werden.Mein zweitletzter Kauzahn oben rechts hatte bereits Risse. Bei einem Verlust wäre mein ganzes Gebiss instabil geworden.So begann ich, mich für eine bezahlbare Lösung umzusehen. Nach einigen Recherchen im Internet und Erkundigungen im Freundeskreis war es für mich klar, dass ich in der Schweiz kaum drum herum kam, mehrere Monatslöhne für meine Zähne auszugeben.So habe ich dann versucht, mich auch über Zahnbehandlungen im Ausland schlau zu machen. Dabei erfuhr ich, durch eine Arbeitskollegin, von der Praxis Barladent in der ungarischen Stadt Sopron.Meine Arbeitskollegin hatte sich, wie viele ihrer Bekannten, dort behandeln lassen. Alle waren zufrieden, auch nach Jahren. Das war genau das, wonach ich suchte.An der österreichischen Grenze liegt das ungarische Städtchen Sopron mit 268 Zahnärzten auf 60000 Einwohner, die alle mit billigen Preisen werben. Wie hast du dich in diesem Ueberangebot zurecht gefunden? Ohne jemanden direkt zu kennen, der gute Erfahrungen gemacht hat, hätte ich mich nie in Ungarn behandeln lassen. Dann kam der Tag der Anreise und wie ging es weiter bis zum Eingriff?Am Tag meiner Anreise wurde bereits eine Panorama-Röntgenaufnahme gemacht. Danach gab es eine längere Besprechung mit dem behandelnden Zahnarzt, was es in meinem Fall für Möglichkeiten gab. Ich erhielt zwei Offerten, für Implantate oder zwei Zahnbrücken. Dank der sehr ausführlichen Informationen, fiel es mir leicht, mich bis zum nächsten Tag für die Zahnbrücken zu entscheiden.Implantate hätten in meinem Fall Knochenaufbau bedeutet, wofür ich mehrmals hätte anreisen müssen. Dazu strenge Verhaltensregeln, wie drei Monate die Nase nicht schnäuzen ...Einige werden kleinlaut bei den Spritzen, wie war die Betreuung während des Eingriffes? Gab es Probleme?Die Behandlung begann am zweiten Aufenthaltstag. Es war eine Marathonsitzung von ca. zwei Stunden. Dabei wurden mehrere Pausen eingelegt, so dass ich aufstehen, mich strecken und etwas bewegen konnte. Mit Spritzen wurde nicht gespart, was mir auch recht war, da mehrere Zähne angeschliffen wurden. Die Art der Betreuung war nach meinem Empfinden korrekt. Es wurde auf mein Befinden geachtet und ich hatte vorangehend Informationen über alle Handlungsschritte erhalten. Das Tolle an so einer Zahnoperation im Ausland ist, dass man neben den Schmerzen Ferien hat. Wie hast du die freie Zeit im Hotel gestaltet, wie war der Ort?Ich war im Hause des Praxisgründers untergebracht. Dort hatte ich ein Zimmer mit eigener Dusche und Toilette. In der Küche auf der Etage konnte ich mir Mahlzeiten zubereiten. Das war wichtig, da ich wegen den Zahnprovisorien nur selten auswärts essen ging. Sopron hat eine schöne Altstadt, da war ich viel zu Fuss unterwegs und habe vieles im Januarnebel fotografiert. Unvergesslich sind die Konditoreien, wo es sehr leckere (und gut kaubare) Patisserien gibt. In der Halbzeit habe ich mir dann ein Fahrrad gemietet, womit ich die Gegend etwas besser erkundigen konnte. Da Wien nur 60 km von Sopron entfernt liegt, machte ich mit dem Zug einen Tagesausflug dorthin. Das Wochenende vor dem Rückflug habe ich auch in Wien verbracht.Hast du dich mit anderen Patienten ausgetauscht vor Ort und wie lief die Nachkontrolle ab? Mit anderen Patienten hatte ich wenig Kontakt. Januar scheint nicht gerade Hochsaison für Zahntouristen zu sein. Eine Nachkontrolle im eigentlichen Sinn gab es keine, da die Zahnbrücken erst kurz vor der Abreise eingesetzt wurden. Nach einem Monat zu Hause, was würdest du heute anderes machen bei diesem ungarischen Abstecher in Sachen Zahn?Eigentlich nichts, ausser vielleicht, nicht alleine dorthin zu fahren. Angenommen es gibt erst in einem halben Jahr Schwierigkeiten, ist dann der Zahnarzt noch zuständig oder nicht mehr erreichbar?Auf die Zahnbrücken gibt es 5 Jahre Garantie. Sollte es Komplikationen geben, so würde ich das möglichst mit Ferien verbinden.Ich könnte noch ein Dutzend mal hin- und herfliegen, es käme immer noch wesentlich günstiger, als was ich in der Schweiz bezahlt hätte.

Jesse Ritch - eine ehrliche Haut kehrt zurück auf die Bühne

Einmal 12 Monate durchatmen und sich selber sein fernab vom Rampenlicht, das brauchte Jesse Ritch letztes Jahr. Im 2017 brennt der Rhythmus aber wieder unter den Füssen und die neue Single bringt es auf den Punkt "I can't stop". Doch das Interview zeigt auch einen nachdenklichen 24-jährigen Mann und einen der seinen Tag vom Aufstehen bis zum Abend mit Seflies auf Wunsch bebildert.Nach deiner Teilnahme an der Show Deutschland sucht den Superstar wuchs der Druck im schnelllebigen Musikgeschäft zu überleben, wie siehst du rückblickend die Jahre danach?Nach meiner Teilnahme bei DSDS war alles ziemlich ein Selbstläufer. Es folgten viele Auftritte und natürlich war auch die Aufmerksamkeit um meine Person ziemlich hoch...Dies war einerseits sehr schön und andererseits sehr anstrengend. Ich hatte im ersten Jahr kaum Zeit an mir zu arbeiten und mich mit mir, meinem Leben und meinen Zielen ernsthaft zu befassen. Glücklicherweise habe ich eine gutes Team um mich aufgebaut, welches mir den Rücken stärkte und in meinem Sinn gewirtschaftet hat.Mir lag die Kunst immer an erster Stelle und ich wollte immer ein selbstständiger Künstler. Heute kann ich rückblickend sagen, dass DSDS ein wichtiger Meilenstein in meinem Leben war und ich diese Zeit nicht missen möchte. Leider hat die Teilnahme nicht nur positive Nebeneffekt....Heute ist sie mir oftmals ein Stein im Weg...Viele Leute haben gegenüber Castingsternchen Vorurteile...Mich persönlich spornt dies extrem an! Ich möchte heute nicht ständig mit der Show in Verbindung gebracht werden, da ich mich als Künstler weiterentwickelt habe...Sänger müssen sich Luft nach oben schaffen, um Illusionen in Noten zu verkaufen und vorsichtig sein, dass ihnen die Luft dabei nicht ausgeht, warum hast du letztes Jahr eine Pause gebraucht?Ich lebe mittlerweile seit 4 Jahren von der Musik. Dies ist ein sehr schwieriger Weg...Man muss lernen seine Finanzen im Griff zu haben und zu sparen, für die Durststrecken die kommen.Die aktuelle Wirtschaftslage macht das Leben von der Kunst extrem schwierig...Aber darunter leider alle, nicht nur die Musiker Ich habe im letzten Jahr eine kreative Pause gemacht, um neue Songs zu schreiben. Ich wollte endlich mal Zeit mich mit mir und meiner Musik auseinanderzusetzen. 2016 ist nun mein Jahr. Ich bin bereit um anzugreifen.Wir machen hier ein Interview für deine neue Single “I cant stop”, doch gleichzeitig werden deinen neuen Gehversuch Tausende illegal runterladen und wenn die Single am Radio gespielt werden sollte, ist sie schon ein alter Hut. Machst Du dir Gedanken um den Niedergang der Popmusik?Klar mache ich mir Gedanken um die Entwicklung der Szene...Aber letztendlich gilt es neue Wege zu suchen...Entweder ich stecke meinen Kopf in den Sand und jammere oder ich suche neue Wege, um meine Musik zu vermarkten Es gibt immer wieder junge, unabhängige Künstler, die den Durchbruch schaffen...Ich glaube fest daran, dass es mir auch gelingen wird.Trotz deiner Sängerkarriere und der regulären Arbeit hattest du die Kraft an die Liebe zu glauben und sie zu leben. Warum musste deine Beziehung zu Sara für die neue Single “I cant stop” herhalten? Ich bin Produzent in einem Tonstudio und begleite immer wieder unsere Künstler auf ihrem Weg. Ich gebe gerne meine Erfahrungen weiter die ich in den letzten Jahren sammeln durfte.In meinen Songs verarbeite ich oft Erlebtes, so auch in meiner neuen Single.Meine Beziehung ist ist ein ganz wichtiger Teil meiner Musik und eine grosse Inspiration für mich. Ein Künstler muss heute authentisch sein, das bedeutet auch, dass er gewisse Einblicke ins seine Gefühlswelt gewähren muss. Ich kenne meine Grenzen sehr gut und setze sehr viel Wert auf meine Privatsphäre.Rene Baumann wird nächstes Jahr ein Vierteljahrhundert als DJ Bobo wieder auf Tournee gehen und du bist dabei wie hier bei dem Videoausschnitt vom der letzten "Circus-Tour". Was macht ihr als Freunde abseits der Bühne zusammen?Ich freue mich sehr auch in Zukunft mit Rene arbeiten zu dürfen. Er ist ein toller und bodenständiger Mensch! Wir spielen ab und an gemeinsam Fußball, tauschen uns über die Musik aus und schreiben gemeinsam Songs. Ihn zu treffen, ist für mich eine grosse Bereicherung.

Totaler Berner Triumph an den Swiss Music Awards

Patent Ochsner sind länger im Musikgeschäft als mancher Zuschauer Lebenjahre zählte im Hallenstation und trotzdem waren "die Rolling Stones der Schweiz" die grossen Abräumer an den Swiss Music Awards. Doch es gab auch ueberraschende Newcomer.Der Zürcher Nickless präsentierte zu Beginn der Show mit Dodo und Müslüm ein paar Noten aus ihren Hits des letzten Jahres und zwei Stunden später hatten die Zuschauer nicht den Sommerhit "Hippiebus" sondern " Waiting" vom 19-jährigen Nickless zum Best Hit gewählt.Laut war den auch der Jubelschrei des engagierten Musikers.Zusammen mit dem "Best Talent" Gewinner Damian Lynn aus Luzernsteht er für die junge Singer/Songwritergeneration, die zum Lausanner Bastian Baker raufschauen, der schon einen Schritt weiter ist als sie und nicht nur eine internationale Karriere sondern dieses Jahr auch noch Stress vom Thron gestossen hat in der Kategorie Best Male Solo Act. Leider hat es für Sophie Hungernicht zum weiblichen Pendant gereicht, dieser Preis ging an Stefanie Heinzmann, aber die Bernerin bekam viel Applaus für ihre Version von "Hero" zu Ehren des verstorbenen David Bowie und einen Kotz aus dem Massiv des Gotthards als bester Künstlerin.Sie hätten in die Hosen geschissen vor Angst beim grössten Konzert ihrer langen Karriere letztes Jahr auf dem Gurten, gab Büne Huber zu, als seine Band Patent Ochsner einen Stein als bester Live Act bekamen und noch gleich zwei dazu als beste Gruppe und bestes Album. Damit hat Büne letztes Jahr nicht nur einen Sohn bekommen sondern auch musikalisch mit seiner Band Megaerfolg gehabt.Erfolgsverwöhnt und erfolgreichster Musiker der Schweiz aller Zeiten mit zwei Million verkaufter Platten, 45 Platinauszeichnungen ist Peter Reber, der mit seinem Musical "Io senza te", das gleich neben dem Hallenstation im Theater 11 letzten Herbst insgesamt 70 000 Zuschauer anlockte. Nun erhielt er keine 100 Meter über die Strasse vom Musicaltheater einen Stein für sein Lebenswerk und Standing Ovation für ein halbes Jahrhundert Musikschaffen.Neben den bekannten Moderatoren Melanie Winiger und Mario Torriani war auch die diesjährige Preisverleihung ein Klassentreffen der Schweizer Musiker und Prominenz.Das lahme Publikum und die vielen Videoeinspieler waren die negativen Punkte der zweistündigen Show. Es bliebt zu überlegen, ob es nicht gut wäre, die Swiss Music Awards nur alle zwei Jahre durchzuführen, damit noch mehr Bewegung in die einzelnen Kategorien kommt.

Langlaufhotels im Wallis im Test

Nach den Orkanstürmen der letzten Tage soll der Winter wieder freundlicher werden. Bald beginnen die Skiferien, doch es hat noch freie Plätze im Wallis. Das Saastal und das Goms sind für Langläufer die Mekkas und ich habe mir zwei Hotels angesehen.Hotel Landhaus - Münster GeschinenNoch sind die Hänge von Brig braun, doch mit der Matterhorn-Gotthardbahn öffnet sich mit dem Anstieg ab Fiesch ins Goms ein 86 Kilometer langes Loipennetz zwischen Oberwald und Niederwald und 12 Dörfern, wovon die meisten an die Bahn angeschlossen sind.Frau Wegner vom Landhaus Münster holt mich vom Bahnhof ab und mir bläst ein Wind mit 21 Grad minus um die Ohren.Durch die uralten Heidenhäuser fährt sie mich an dem Wahrzeichen des Dorfes, der St. Margathenkappelle vorbei.Dies und viele Geschichten über das Goms, das auch Goethe besuchteund seit 200 Jahren die gleiche Einwohnerzahl hat, gibt es am Dienstagabend bei einer kostenlosen Dorfführung zu erfahren, die man im Tourismusbüro buchen kann, doch nun sind wir da.Frau Wegner ist sichtlich stolz auf die Erneuerung, die ihr Hotel im letzten Jahr erfuhr und von 3- zum 4-Stern Wellness Hotel an der Furkastrasse 141 wurde, als wir durch den Eingang gehen.Einrichtung Empfang und EingangshalleViel helles Holz, die richtigen Dekorationen auch im hintersten Winkel machen die Eingangshalle zum Augenschmaus.Die ZimmerDie sind auch alle renoviert und modern eingerichtet, allerdings klein und das Bad ist eng.Doch die Isolation bei Minus 27 Grad nachts verhält und es ist warm.Das EssenSo modern die Erneuerung das Hotel gemacht, das Frühstück ist tradionell, aber ausreichend.Das Abendessen ist als Halbpension ein Mehrgänger: Leider sehr fleischlastig und der Reisende sollte sich nicht scheuen, Aenderungen auf Wunsch anzubringen. Die Bedienung war für mich eine Enttäuschung, weil der Ton die Musik macht und der stimmt für mich nicht. Auch dauert es recht lange zwischen den einzelnen Gängen. Auch fand ich es für ein 4-Stern Restaurant unverständlich,warum Hunde erlaubt waren.Wellness und StandortEine Sauna und zwei Liegen für ein ganzes Hotel sind schon sehr wenig und sicher in der Hochsaison dauernd überfüllt, aber auch hier ist die Aufmachung sehr schön.Nur über die Strasse muss der Langläufer und schon ist er auf der Piste, die dann steil bergab geht. Vom Bahnhof Geschinen und nicht Münster zum Hotel gehts dann wieder sehr steil bergauf. Der Skiraum ist gross und es hat Kästschen und einen Wachsraum.Toll ist auch das es ein Coop, Cafe und Post gleich neben dem Hotel gibt.Hotel Mattmarkblick - Saas AlmagellVon Visp aus geht es mit dem Postauto durch das kurvenreiche Saastal bis ins hintereste Dorf, das auch gleich einen Weltmeister zustande brachte. In Saas Almagell wuchs Skifahrer Pirmin Zurbriggen auf und nicht ohne Grund wähle ich das 3-Stern Hotel Mattmarkblick aus, das gleich neben der Ausstiegstelle liegt und eng mit Pirmins Hotel zusammenarbeitet.In diesem kleinen Dorf heissen wohl alle Zurbriggen so auch das Wirtepaar des Hotels Christine und Rolf. Ohne ihren Walliser Charme und Animation am Abend wäre dieses Hotel, das Spuren des Alters zeigt, nicht so gut gebucht, da es keine Schönheit ist.Der Saal und die ZimmerDie Empfangsecke ist so klein, dass der Gast nur im Saal, wo Frühstück und Abendessen eingenommen werden, empfangen wird mit einem Getränk. Alles wirkt hier sehr dunkel und die Zimmerhöhe ist nichts für Langgewachsene. In den Zimmern ist alles tradtionell gehalten und es zeigen sich Fehler wie dünne Bettlacken, lose Duschköpfe, kaputte Lichtschalter, aber die Grösse stimmt und der Ausblick ist grandios.Das EssenDie Gäste sind älter, somit ist auch das Menu der Halbpension zwar reichlich aber für mich zu fleischlastig und zum Dessert gabs immer Glace. Auch hier geht aber das Hotel auf die Wünsche und Aenderungen ein. Es wird rasch bedient, aber der deutsche Service ist nicht jedermanns Sache.Wellness und PistenUnten im Saastal kann man Langlaufen, auf den Alpen Ski fahren und Saas Fee ist in 20 Minuten mit dem Postauto erreichbar, wo es eine autofreie Walliserdorfstimmung aber auch tolle Schneeschuhrouten gibt. Die Langlaufpiste ist 26 Km lang und recht schneesicher, da ein Teil stark im Schatten liegt.Doch der absolute Höhepunkt des Hotels Mattmarkblicks ist das Angebot die Wellnessanlage von Primin Zubriggens 5 Stern Hotel mitzubenützen für 15 Franken pro Tag. Neben dem Schwimmbad gibt es verschiedene Saunen und Liegen, alles ist schön dekoriert und mit den vielen Fenstern hat man beim Liegen stets das Alpenpanorama vor den Augen.

Wenn der Postbote coole Nahrung vom Bauern aus dem Internet bringt

Franco Jenal, früher hiess es, kaufe beim Bauern ein, das ist frisch. Mit der Ueberbauung des Mittellandes verschwinden auch die Häuschen mit Waren vor dem Bauernhof, doch sie haben mit buyfresh.ch die Lösung, wie?Buyfresh.ch ist ein Online-Shop mit Schweizer Spezialitäten, welche von kleinen regionalen Produzenten hergestellt werden. Die bestellten Produkte werden dabei per Post direkt vom Produzenten an den Kunden geschickt. Das ist sozusagen das Einkaufen direkt beim Produzenten, einfach über Internet bequem von zuhause aus. Jeder Produzent wird in unserem Shop mit einem Portrait vorgestellt. Damit garantieren wir die volle Transparenz. Der Kunde weiss, woher seine Produkte kommen und wie sie produziert werden.Buyfresh.ch gibt es seit einem halben Jahr. Wie suchen und fanden Sie die Spezialitätenbauern und überzeugten Sie über das Internet an den Kunden rankommen, da doch Bauern die moderne Technik meiden?Wir zählen Bauern, Metzger, Bäcker, Winzer, Bierbrauer und viele mehr zu unseren Lieferanten. Diese erkennen die aktuellen Entwicklungen rund um das Einkaufen im Internet und sehen die Potenziale. Mit unseren Dienstleistungen können wir dem Produzenten sämtliche Aufgaben im Zusammenhang mit dem Internet, wie z.B. Aufbau des Online-Shop, Marketing, Inkasso und Logistik abnehmen. Das ist sehr attraktiv, nicht nur für Technik-Muffel.Wir finden die guten Produzenten über Empfehlungen, über eigene Recherchen, mit der Unterstützung von Branchenorganisationen oder an Messen. Mit zunehmender Bekanntheit unserer Plattform werden auch immer mehr Produzenten auf uns aufmerksam, die sich dann von sich aus bei uns melden.Ihr Standort Maienfeld liegt vor den Toren Churs und Sie haben guten Kontakt zum Engadin, wie sieht es mit den anderen Teil Deutsch- und Westschweiz oder dem Tessin aus?Wir sind bestrebt, Produkte aus der ganzen Schweiz anbieten zu können. Um das zu erreichen, brauchen wir natürlich Unterstützung von Einzelpersonen oder von Organisationen. Wir können bereits auf gute Kontakte und auf die Unterstützung mehrerer Vermarktungsorganisationen wie Alpinavera, Culinarium und AOP-IGP zählen und sind daran, unser Angebot über Graubünden hinaus Schritt für Schritt auszubauen. Wir haben heute bereits Produkte aus 11 Kantonen im Angebot.Verteuert den der Postweg die Ware nicht und wie lange sind die Lieferzeiten?Der Versand mit der Post kostet natürlich Geld. Er bietet auf der anderen Seite aber auch die Möglichkeit, erlesene Produkte aus allen Winkeln der Schweiz einkaufen zu können, ohne in die betreffende Region fahren zu müssen. Denn es sind gerade diejenigen Produkte, die nicht überall in der Schweiz erhältlich sind, die uns interessieren. So gesehen, ist der Postweg attraktiver. Wir bieten erlesene regionale Produkte von höchster Qualität, für die der Konsument bereit ist, einen entsprechenden Preis zu bezahlen.Migros und Coop haben Labels wenn es um Bio geht, kontrollieren Sie oder wer die nachhaltige Produktion und die tiergerechte Haltung und wie?Eine artgerechte Tierhaltung und eine naturnahe und nachhaltige Produktion sind das Wichtigste. Die Schweiz verfügt über gute Mindeststandards, die jeder Produzent einhalten muss. Darüber hinaus gibt es zahlreiche Labels, welche aufzeigen, nach welchen Prinzipien ein Produzent arbeitet. Wir fordern von jedem Produzenten die Dokumente ein, die zeigen, nach welchen Kriterien er arbeitet. Ehrlichkeit steht an erster Stelle. Die zweite Schiene unserer Qualitätskontrolle ist das Kundenbewertungssystem in unserem Online-Shop.buyfresh