CH-Kultur pur - das Neuste aus der Schweiz

Über

Juerg Kilchherr ist ein Schweizer Künstler, der im Bereich Literatur, Musik und Malerei arbeitet. Hier veröffentlicht er seine Berichte über die Schweizer Kulturszene und vielen anderen Bereichen.

Alter: 51
aus: 3177 laupen/ch
 


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Blog

Eine Reise voller überraschender Töne von Belp nach Venedig

Venedig als Ort der Masken, des Verbrechens, der Romanzen und der Wiedergeburt. In der Stadt an der Adria kommen alle Gefühle des Menschen zwischen Schönheit und Zerfall zusammen. Doch der BelperChor geht bereits auf dem Weg zur Lagunenstadt mit seiner neuen Doppelcd einen ungewöhnlichen Weg, den es so noch nie gegeben hat. Welchen verrät das Interview.Wili Alder, die Doppelcd des Belperchors “eine Reise nach Venedig” ist eine wirkliche doppelte Ueberraschung. Nachdem Adagietto von Gustav Mahlers 5. Sinfonie als Einstieg singt nicht der Chor sondern es ertönt die Sprecherstimme von Patrick Kappeler. Warum der rote Faden mit einer Liebesgeschichte neben der Musik durch diese CD?Das Chorwesen in der Schweiz ist in einer schwierigen Phase. Die jüngeren singen lieber in eigenen Chören mit modernen Liedern. Der Belper Chor hat vor Jahren begonnen nach einem neuen Weg zu suchen. Einen Weg der so noch nicht begangen worden ist. Eine eigens für das Konzert geschriebene Geschichte mit passenden Liedern zu ergänzen, fanden wir nicht nur spannend, sondern etwas wirklich Neues. Die Geschichte dann von professionellen Sprecherinnen und Sprechern zum Leben zu erwecken war unserer Meinung nach zwingend. Die enorm vielen erstaunten und begeisterten Reaktionen des Publikums gaben uns schliesslich Recht. Dazu noch rund dreiviertel der Lieder exklusiv für den Chor mit Instrumenten arrangieren zu lassen, war dann noch die berühmte Sahnehaube auf dem Dessert.Eine weitere Ueberraschung ist die Auswahl der fast zwanzig Lieder. Da tauchen neben den Klassikern auch Namen wie Paolo Conte, Adriano Celentano oder Udo Jürgens auf. Warum Pop neben der Klassik?Ein rein klassisches Konzert mit einer Geschichte ist unserer Meinung nach nicht passend und auch schwierig umzusetzen. Genauso ist ein reines Konzert mit Popliedern schnell langweilig. Wir finden das es genau diese Mischung ist die niemand erwartet, aber auch Leuten gefällt welche sonst nicht klassische Lieder hören, oder solche, welche normalerweise nicht im Pop zuhause sind. Genau das ist, was den Erfolg ausmacht.Im Belperchor singen 60 SängerInnen mit viel Imbrunst, doch auf der “Reise nach Venedig” gesellen sich noch drei SängerIn aus Zagreb. Wie kam diese Zusammenarbeit zu stande?Es waren nicht nur diese zwei Solistinnen und der Solist, sondern noch acht weitere Sängerinnen und Sänger, sowie sechs Musikerinnen und Musiker, welche den Chor und die anderen Musiker aus der Schweiz ergänzten. Unser Dirigent Mathias Behrends hatte vor einigen Jahren in Kroatien ein Projekt im Auftrag der Hochschule der Künste Bern und Biel. Dabei hat er viele Kontakte knüpfen können und wollte diesen jungen Talenten eine Möglichkeit in der Schweiz bieten, bei einem solchen einmaligen Projekt dabei zu sein. Genauso war es für die Chöre in der Schweiz eine unglaubliche Erfahrung und in dieser Woche sind alle zu einer grossen Familie zusammen gewachsen. Diese Zusammenarbeit wird auf jeden Fall weitergeführt werden. In diesem Jahr wird zum ersten Mal eine Weihnachts-CD aufgenommen, wiederum in Zusammenarbeit mit der Camerata Zagreb. Zusammen mit dem Gemischten Chor Kiesen führte der BelperChor “eine Reise nach Venedig” unter der Leitung von Mathias Behrends (Bild) Ende September letzten Jahres auf und nun liegt die Cd vor. Bei Livekonzerten gibts auch Misstöne und Nebengeräusche. Wie verlief die Nachbearbeitung ab? Was musste erneuert werden?Durch die tolle technische Unterstützung der Firma Kilchenmann aus Kehrsatz, welche seit Jahren unser Partner für Klang und Ton ist, verbunden mit dem akustisch auf höchstem Niveau stehenden Menuhin Forum in Bern, konnte eine bereits sehr gute Grundlage erreicht werden. Dennoch wurden noch einmal gut 60 Stunden investiert, um eine CD zu pressen, wo aus allen drei Konzerten von jedem Lied jeweils die beste Version ausgewählt und verfeinert wurde. Glücklicherweise gab es keinen wirklichen Absturz in einem Lied. Viel Arbeit wurde sicher in die Huster, Räusper oder das ungewollte Rascheln investiert, um dies dann so gut wie möglich zu reduzieren oder ganz zu entfernen. Aber am Schluss ist es ja eine Live-Aufnahme und das dürfen die Hörerinnen und Hörer auch spüren.Auf der Cd steht am unteren Rand “Eine Konzertgeschichte voller Emotionen” und eigentlich ist diese Doppelcd fast ein Filmsoundtrack oder Hörspiel. Planen sie bei einem solch vielschichtigen Projekt eine kommende Tournee oder wie geht es mit dem BelperChor weiter?Alle Teilnehmenden wie die Besucherinnen und Besucher waren vom Ergebnis begeistert und überwältigt. Es war nicht das erste Konzert in dieser Form für uns, aber sicher jenes, in welches der grösste finanzielle, arbeitstechnische sowie organisatorische Aufwand gesteckt wurde. Eigentlich ein Projekt, welches mit einem Laienchor nicht zu stemmen wäre. Es hat aber allen gezeigt, dass eine Idee, auch wenn sie noch so speziell oder nicht durchführbar scheint, mit dem nötigen Engagement realisiert werden kann. In diesem Herbst ist eine kleine Tournee in Kroatien geplant. So stehen Konzerte in Slavonsiki Brod, Varazdin, Zagreb und Dubrovnik auf dem Programm. Praktisch alle welche auch in Bern dabei gewesen sind, stehen auch im September in Kroatien wieder auf der Bühne. Natürlich wir die Geschichte dann auf kroatisch erzählt. Eine der vielen Aufgaben welche es nun anzupacken gilt, passende Sprecher und Sprecherinnen zu finden usw. Ebenfalls ist das nächste Konzertprojekt bereits in Arbeit und kommt im Herbst 2017 in Bern zur Aufführung. Selbstverständlich wird es auch von diesem wieder eine spannende und tolle CD geben.

Das geheinmisvolle Buch des DADA - Kunsthaus Zürich

100 Jahre Dadaismus - das Kunstmuseum Zürich beginnt die Feierlichkeiten mit einer Ausstellung vom 5.2 bis 1.5.16 mit 160 Werken von 40 Künstlern zu einem Buchprojekt von Tristan Tzara unter dem Titel "Dadaglobe Reconstructed", das es so nie gegeben hat.Anfang November 1920 schrieb der Dada Mitbegründer und sein Freund Francis Picabia Max Ernst, Sophie Trauber und 48 anderen Künstlern einen Brief, indem er sie um die Mitarbeit mit einem neuen Werk an "Dadaglobe" bat. Per Post flatterten die schnellen Eingebungen der Künstler, zum Teil schon gefaltet, zu Tzara für sein Projekt die Kunstbewegung dokumentarisch in einem Buch festzuhalten. Daraus wurde nichts, doch die Entwürfe haben überlebt und sind nun im Erdgeschoss des Kunstmuseums Zürich im Raum neben der Kasse eng aufeinander ausgestellt.Dada in Deutschland war wie bei allen am ersten Weltkrieg beteiligten Staaten eine Reaktion auf die Versailler Friedensverträge und die daraus entstandene Ueberwachung der Kommunikationswege. Aus Angst vor der Zensur ist die Kunst verschlüsselt und so muss der Betrachter in der Ausstellung schon sehr nahe an die Collagen, um das Gemisch aus Literatur, Zeitungsauschnitten und Fotos zu entwirren und die Botschaft entziffern zu können. Vieles wirkt rastlos, schnell hingeworfen, doch Max Ernsts Einsendungen sind als ein Wechselspiel aus Reproduktion und Bildlegende zu einer neuen Buchseite trotz Kleinformat künstlerisch wertvoll.Dada in Zürich wurde am 5. Februar 1916 von Hans Arp, Hugo Ball mit dem Cabaret Voltaire an der Spiegelgasse 1 gegründet, also schon nach dem Krieg. 100 Jahre später sind mit der Ausstellung "Dadaglobe" die Werke der genannten Künstler und auch von Sophie Taeuber zu sehen, Geometrie, Kanten, Ecken, Figurliches. der leise Protest gegen die Staatssicherheit und Visapflicht des Nationalismuses kann jeder daraus lesen, der weiss, dass die Künstler nach New York schauten, weil die Stadt damals eine Weltoffenheit lebte, die sich die Künstler wünschten und die Bevölkerung eigentlich erst heute bei uns hat."Dadaglobe Reconstructed" ist zwar mit 160 Werken zusammen mit der Veröffentlichung der digitalisierten Dada-Sammlung des Kunstmuseums Zürich eine umfassende Rundumschau dieser Bewegung, doch die vielen Kleinformate ermüden. Besonders als Brillenträger muss man jedes der Werke fast mit der Nase auf dem Glas anschauen, weil sie klein sind und das ist mühsam und ein Besuch für Leute aus weiteren Orten lohnt sich nur mit einem Rundgang durchs Kunstmuseum. Doch mit einem DADA-Konstümball am 13.2. und der Retrospektive von Francis Picabia ab 3. Juni gibt es 100 Jahre Dadaismus in Reinform als was sich die Bewegung auch verstand, nämlich Lust am Spass.Kunstmuseum Zürich

Its a man's world - Produkte fürs Männerherz

In der Maag Halle Zürich zeigt vom 4.2 bis 6.2.16 die erste "Man's world" Messe mit welchen Produkten sich das starke Geschlecht von heute umgeben kann, damit das Leben in der Konsum- und Spassgesellschaft einen maskulinen Touch bekommt.Vor zehn Monaten gründeten die damals 32-jährigen Daniel Rasumowski und Karim Debabe eine Firma mit dem Wunsch eine Messe auf die Beine zu stellen, wo Männer sich unter sich fühlen können, Frauen willkommen sind und die Frage beantwortet werden könnte, wie sich den der Mann von heute definiere. Die Antwort zeigt nun bis Sonntag die erste "man's world"-Ausstellung und hält den Männer den Spiegel ihrer materiellen Welt vor Augen.Auf 2000 Quadratmetern in drei Hallen im Maag Areal Zürich zeigen 70 Aussteller Produkte und Dienstleistungen für eine Kundschaft von 25 - 50-jährigen. Von Bekleidung über Kosmetik, Spielautos, Genussmittel bis Abenteuersachen - alle Facetten des Männereinkaufs werden präsentiert wie auf einer Messe, aber nicht einfach gezeigt sondern ins Szene gesetzt.Im ersten Raum wird neben einigen Produktenpräsentationen der Spieltrieb des Buben im Manne befriedigt mit Simulatoren für das Formel eins Gefühl oder den Töffausflug.und natürlich darf ein Glas Alkohl nicht fehlen von der Bar.Für die Eitelkeit des urbanen Mannes wird in der zweiten Halle viel fürs sich Pflegen von Kopf bis Fuss und verkleiden mit Mode gezeigtwährend der Organisator Daniel Rasumowski auch nach 20 Stunden Voreröffnungsarbeit sich nicht zu schade ist, einen Baumstamm zu zersägen, schliesslich soll "man's world" auch drei Tage lang Aktion und Männerspass sein.Das Essen ist eine Religion in der heutigen Zeit. Jeder möchte möglichst gesund essen, doch trotz Bio-Labels ist der Produktionsweg bei vielen Esswaren, die aus dem Ausland kommen, schleierhaft.Der Büdner Franco Jenal möchte mit seiner Internetseite "buyfresh.ch " quasi das Holzhäuschen vor dem Bauernhof ins Wohnzimmer bringen und vertreibt regionale Spezialitäten aus nachhaltiger Produktion und artgerechter Tierhaltung aus allen Landesteilen an.In der dritten Halle haben die Kreativen Platz. Bei BLASTA tönt es Berndeutsch. Der Goldschmied Fabian Blaser und der Industriedesigner Heiko Stahl stellen in Biel Herrenring her, die das Automobilmotiv aufgreifen und mit Gold und Diamanten verziert sind, dass sicher bald James Bond bei ihnen ankopft, so wuchtig ist die Grösse, so edel die Verarbeitung.Noch schnell einen Kaffee und dann geht es die Treppe rauf und James Braun singt passend über Lautsprecher "its a mens world but it would be nothing without a woman or a girl" und richtig ganz zu Hinterst finde ich die Spanierin Diana Lira. "Tzitzinemi" nennt sie ihr Kreativwerkstatt und nachdem Ende des Stierkampfes verziert sie ein Symbol der Manneskraft auf ihre Art. Ole!Tipp für die Besucher: Die Karten im Vorfeld sind günstiger. Die Hallenwege sind mit all den Ständen recht eng, es empfiehlt sich früh und mit der S-Bahn bis Hardbrücke anzureisen, da vor dem Gebäude auch noch eine Baustelle ist und die Parkplätze sowieso immer besetzt sind in Zürich. Einlass ist erst ab 18 Jahren oder in Begleitung der Eltern. Rechnen Sie etwas mit zwei Stunden Besuchszeit, es gibt viel zu sehen und trinken.mansworld

Wenn der grüne Daumen im Winter juckt - Gartenbäume schneiden

Die milden Temperaturen der letzten Tage und das Fehlen von Schnee im Mittelland in den kommenden Wochen dürfte manchem Gartenfreunde Lust aufs Arbeiten gemacht haben. Doris Krivitsch, Landschaftsarchitektion Dipl. Ing. FH von JardinSuisse weiss, was der grüne Daumen beim Winterschnitt von Bäumen und Sträuchern beachten muss.Doris Krivitsch, der Rasen in meinem Mittelandgarten ist grün statt weiss, einige Bäume wie die Hasel stehen schon in den Startlöchern, um zu blühen. Der derzeitige Winter ist extrem für die Pflanzenwelt, sehen sie das auch so?Ja, bisher waren es nur wenige Tage mit Minustemperaturen und damit aussergewöhnlich mild in diesem Winter. Die Pflanzen bräuchten für ihre Ruhezeit Temperaturen unter 5 Grad Celsius.Die milden Temperaturen könnten auch genutzt werden, um den Winterschnitt zu machen. Welche Bäume lassen das zu und ist es geschickt dies zu machen, denn es soll wieder kalt werden?Es ist grundsätzlich besser, Bäume und Sträucher bei Plustemperaturen zu schneiden. Sie verarbeiten die Wunden besser, da ihre Zellen dann aktiv sind und sich teilen.Kann ich als Laie einen Baum schneiden und worauf muss ich achten?Der Schnitt von Bäumen gehört in Fachhände. Ein Baum lebt in der Regel länger als der Mensch. Ist er einmal „falsch“ geschnitten, bleibt dies sein Leben lang zu sehen. Es braucht einiges Grundwissen und viel Erfahrung für den Schnitt von Bäumen.Einen Baum schneiden, heisst ja auch, ihm Platz zu geben vor der Konkurrenz. Sind sich eigentlich einige Bäume gegenüber anderen feindlich gesinnt?Es gibt eine gewisse Konkurrenz durch die Unterschiede in den Wuchseigenschaften. So wachsen die sogenannten Pioniergehölze wie z. B. Pappeln sehr schnell, leben dafür aber nur wenige Jahre. Die langsam wachsenden Gehölze wie z. B. Eichen leben vorerst bescheiden und haben wenig Platz, überleben aber ihre Konkurrenten und werden sehr alt (ca. 200 Jahre).Die geschnitten Aeste kann man abtransportieren, häckseln oder als Mulchschicht verwenden oder was machen Sie mit den Aesten?Damit ein Garten lebendig wird, empfehle ich, einen Teil der Äste anzuhäufen an einem ruhigen, wenig genutzten Ort. Dort siedelt sich dann eine vielfältige Fauna an, die in dem Asthaufen überwintern kann. Ein Abtransport macht nur Sinn, wenn es sich um grosse Mengen handelt. Kleinere Mengen sollten möglichst im Garten Wiederverwendung finden. So bietet eine Schicht aus Holzhäckseln einer Hecke Schutz vor dem Austrocknen, aber auch vor Unkraut. Als Drainage für den Kompost eignen sich kleinere Äste ebenfalls sehr gut.

BUMshankar - Von Niederwangen zum Mond und zurück mit Tanzsound im Gepäck

Als Strassenmusiker - Combo begannen BUMshankar aus der Region Bern 1996. Nun bestiegen sie mit der zweiten CD "Curiosity" das Raumschiff und verlassen mit ihrer eigenwilligen Musik aus Reggae und anderen Stilen die Fussgängerzone, um die Welt als Tanzband mit der Schwerelosigkeit ihres Sounds zu verzaubern. Lass uns tanzen!Als ich die zweite CD von Euch “Curiosity” in den Händen hielt, machte mich zuerst noch etwas mehr neugieriger als die Musik: Wie seit ihr auf den Bandnamen Bumskankar gestossen und was bedeutet er?Der Kern der Gruppe hat sich in den Neunziger kennengelernt und bevor wir zusammen musizierten, waren wir Hippie-Kiffer und haben zwei mal eine Hemprevolution organisiert. Das sah so aus, dass wir einen grossen Sack Hanfsamen organisierten, Freunde zusammentrommelten und diese Samenim ganzen Gebiet von Bern verteilten. Mit sehr geringem Erfolg, gibt halt fast keine unbeachteten Flächen in Bern. Der Flyer dazu, wurde mit "Bum Shankar" unterschrieben. Als wir zusammen anfingen zu jammen, haben wir dieses "Bum Shankar" hervorgeholt. Der Begriff "Bum Shankar" kommt aus dem indischen und ist ein Gruss der Saddhus, wenn sie ihr Chillum rauchen. Shankar war der Legende nach, eine Reinkarnation von Shiva. Shankar war ein Strassenjunge, welcher der Musik und dem Spiel sehr zugetan war. Zum Ende seines Lebens ging er zweitausend Jahre in dieBerge, um der Meditation zu fröhnen. Bum heisst soviel wie heil/danke.Auf dem Cover tragt ihr Raumfahrtanzüge, doch “Curiosity” ist erdiger Reggae, wie geht das zusammen?Da wir so ein super Bandmobil haben und mit diesem auch weit fahren/fliegen können, sind wir halt mal zum Mars geflogen und dort die Inspiration für unser neues Album geholt. "Rocket to Mars", unser Video Track, hat das Ganze filmisch belegt. Welche Band hat dies schon gemacht?Wir wohnen beide nicht weit von einander an der BLS Strecke Laupen- Langnau und doch scheint dein Wohnort Niederwangen für mich der Anfang des urbanen multikulturellen Berns zu sein.Singt ihr deshalb Mundart, Englisch, Französisch und mischt soviel Fremdes zum Reggae?Unser Sound soll progressiv, humorvoll und überraschend sein, wir haben keine kommerziellen Ziele. Wir machen wirklich die Musik die uns gefällt und nicht in ein Staatsradio Schema passen muss. Unsere Musik ist ganz sicherlich sehr urban und im urbanen Lebensraum werden halt vieleSprachen gesprochen und fliessen somit in unsere Musik ein. Wir möchten auch wiedereinmal sehr gerne reisen mit unserer Musik und da ist Vielsprachlichkeit auch hilfreich.Das Quartett Bumshankar hat sich ja einen Namen mit Liveauftritten gemacht und der Sound fordert zum Tanzen auf, macht ihr Männer auch noch eine Show dazu?Ja,wir begreifen uns als Tanzband. Selber langweilen uns so viele Musiker und Konzerte, dass wollen wir verhindern bei uns. Wir haben noch keine Bandübergreifende Choreografie entwickelt und vieleicht werden wir dies auch nie tun, ist doch so ein Boyband Ding...mit Visuals zuarbeiten wird wohl früher einfliessen, in unseren live Auftritten. Und überhaupt, sind wir nicht nur Männer, mit Josephine verstärkt uns eine Frau an der Posaune und am Mik seit etwa 6 Jahren.Polo Hofer musste seine neue CD selber berappen, weil das Musikgeschäft am Boden liegt, spürt ihr auch das Sterben des einheimischen Musikschaffens?Wir konnten ein paar Franken durch die Kuklturförderprjekte ergattern. Wir sind eine Selfmade Band. Das heisst wir haben selber gemischt, geschrieben, aufgenommen etc. nur für die Drum Aufnahmen, sowie das Mastering und Layout mussten wir "Externe" bezahlen. Selber glaube ich nicht, dass es in der Schweiz ein Musikersterben gibt. Schon nur, wenn du all die Neuerscheinungen von Schweizerbands auf Cd anschaust, ist kein Sterben in Sichtweite. Persönlich würde ich mireinfach wünschen, dass das staatliche Radio seine Scheuklappen etwas ablegen würde, bei ihrer Musikauswahl. Es werden zwar Schweizerbands gespielt, doch ist dem Schweizermusikschaffen geholfen, wenn nur Bands wie Pegasus,77 Bombaystreet und Richi(Plüsch) gepusht werden? Alles muss immer nett und freundlich sein, ja nicht politisch oder musikalisch extravagant. Die Schweiz hat schon von ihrer Beschaffenheit her, sehr kleines Land und dann noch drei verschieden Sprachregionendefizite.Eine Band wie die unsere, hat keine Chance Airplay zu kriegen und wie sollen so Leute in Chur,St.Gallen oder Basel auf uns aufmerksam werden. Es hilft auch nichts, mehr Ch-Musik auf Srf zu verlangen, die Schranken, was sie spielen, sollten geöffnet werden!

Das flüssige Gold der Schweiz in neuem Kleid

Es gibt wenige Produkte im Schweizer Detailhandel, die noch 100 Prozent schweizerisch sind. Rivella ist so eines und hat mit seinem Rotweiss-Schriftzug und der goldenen Farbe des Getränks, das Landeswappen und den Wert des Landes im Produkt vereinigt.2016 scheint angesichts der Vorboten mit den milden Temperaturen im Januar wieder ein extrem heisser Sommer zu werden.Also beauftragte Rivella den Designer Yves Béhar den 60-jährigen Marktauftritt Rivellas mit einem neuen Produktedesign zu verjüngen.Die Vielfalt der Gesellschaft wolle Rivella laut Geschäftsleiter Erland Brügger mit der neuen Textur, den ausgeprägten Linien, die an Berge erinnern sollen und dem optimalen Griff über dem Kreuzdesgin wiedergeben.Der Test zeigt, das unser kohlensäurehaltiges, alkoholfreies Nationalgetränk mit 35 % Milchserum Nationalgetränk zwar optisch durchs Band besser daherkommt und sicher beim Kiosk sofort ins Auge sticht, da die braune Flasche verschwunden ist.Der Griff ist aber nicht optimal. Mein Hand hält die Flasche über der Etikette und nicht auf den Rillen und rutscht so sicher noch mehr ab im Sommer, wenn die Händen feuchter sind als schon jetzt.Und Rivella hat noch ein anderes Problem. Neben den Klassikern rot, blau tut sich die Firma schwer neue Varianten mit Erfolg zu lancieren. Irgendwie schmecken die aromatischen Variationen der Schweizer Bevölkerung nicht so gut. "Rivella grün" heisst nun "Grüntee, Rhabarber und besonders Pfirsich schnitten bei mir im Test schlechter ab. Bei Pfirsich bleibt das Aroma am Flaschenboden und das Wasser wirkt fad, auch ist der Schriftzug des Aromas so kleingeschrieben, dass er beim schnellen Handgriff am Kiosk verwechselt werden kann.Rivella ist unser Coca Cola der Schweiz, Die Zusammensetzung blieb von Anfang an unverändert und so ist das neue Kleid der Marke zweitrangig, am Ende entscheidet die Zunge, was gut ist und nicht. Der Sommer kann kommen oder war er gar nie weg?

Der Masseur im Handgepäck - Bluetens

Der Schnee ist da, also schnell ab auf die Piste und abends hat der Freizeitsportler die gleichen Verspannungen und Schmerzen wie der Bürogummi. Doch jetzt schnell zum Masseur oder gar Physiotherapeuten geht nicht. Also warum sich nicht selber helfen?Bluetens soll eine Elektrotherapie, Entspannung und Muskelaufbau in einem sein. Was taugt das Gerät im TEST?InhaltIn der blauen Schachtel ist ein kleines Gerät mit einem Knopf und einem Aufladekabel für den Akku. Via Bluetooth verbindet es sich mit einem zu herunterzuladenden App. Dazu beinhaltet die Schachtel noch vier Elektroden, die an den zu behandelnden Stellen angeklebt werden müssen und via Elektrostimulation helfen sollen bei Verspannungen etc.Die AppVon den Handgelenken über Schultern bis zu den Füssen hat die App für 15 Körperstellen 100 Programmen in den Bereichen Entspannung, Physio, Fitness bereit. In verschiedenen Stromstärken, die man selber einstellen kann auf der App, werden die Körperstellen mit Stromstössen behandelt.TestZwar erkennt das Handy die App oft nicht sofort, doch wenn, funktioniert sie einwandfrei und das Gerät von wo die Stromstösse kommen, braucht dann nicht die ganze Zeit in der Nähe des Handy zu sein und man kann damit sogar gehen.Die ElektrodenDie vier Elektroden sind an klebrigen Filzteilen angemacht per Knopfdruck. Auf der App wird angezeigt, wie diese Teile am Körper anzukleben sind. Ein Kopfdruck aufs Programm, dann die Stärke des Stroms einstellen und schon fliesst der Strom und die Verspannung schmerzt leicht, wenn sie sich löst.TestDie Elektroden kleben gut am Körper. Am Rücken sind sie schwieriger anzubringen und für Männer mit Körperhaaren schmerzt es beim Entfernen. Doch der Klebstoff hält auch nach einem Monat Test noch gut und die Filzteile können nachbestellt werden. Die Kabel zu den Elektroden vom Sendegerät aus werden sich immer wieder verfangen. Doch man kann die Elektroden per Kopfdruck entfernen und das Kabel entwirren.FazitBluetens sei medizinisch vertifiziert, heisst es in der Beipackung. Im Vergleich zu meinen mir bekannten Physiotherapien mit Elektrostössen sehe ich keinen Unterschied zu Bluetens. Allerdings sind sich viele Programme auf der App trotz grosser Auswahl sehr ähnlich.Bluetens sind sehr praktisch zum mitnehmen im Handgepäck und schnell an der zu behandelnden Stelle angebracht. Die Entspannung tritt ein, ersetzt aber keinen Masseur, der den Schmerz in einen grösseren Zusammenhang einordnen kann und oft mit den Händen weiterhilft, tiefer geht.Bluetens ist für die Heimentspannung am Abend nach dem Büro oder vom Sport. Vom Muskelaufbau habe ich nach zwei Monaten Test nichts gespürt. Das Aufladen des Akkus geht über den Computer. Er hält etwa für acht Behandlungen.Unter dem Stich hält Bluetens für die schnelle Entspannung was es verspricht.BestellungBluetensist der Link für die Bestellung. Es gibt eine Schweizer Vertretung in Teufen Appenzell. Das Gerät kostet 149 Euro.

Gymotion im Hallenstation - Körper verschmelzen im fetzigen Sound

Raus aus der Turnhalle, rein ins Hallenstation. 400 Mitglieder des Schweizerischen Turnverbandes STV präsentierten an der Gymotion vom 16.1. zusammen mit dem Christoph Walter Orchester einen Reigen aus Musik und Gymnastik.Fernab der Fitnessstudio gibt es den STV mit seinen 370 000 Mitglieder. In einer Nachmittags- und Abendshow zeigten sie am 16. Januar bereits zum fünften Mal, dass sie viel mehr können, als in Trainerhosen sich einmal in der Woche in einer Turnhalle eines Schulhauses zu treffen. Im Hallenstation bestand die Aufgabe für die Turnvereine aus allen Landesteilen nicht, sich mit anderen im Wettkampf zu messen, sondern sich in einem neuen Rahmen einer Herausforderung zu stellen, die hiess, vor 12 000 Zuschauer exakt im Takt des Orchester am Barren, Schwebebalken oder Boden ihre Körperkunst vorzuführen.Das 35 Mann Orchester unter der Leitung von Christoph Walter mit drei Gastsänger/innen von denen der Italiener Sabino Gaitaals Teil von "The Italian Tenors" der bekannteste war, spielte von Anfang an einen druckvollen Sound und die Sänger mischten sich zu den Darbietungen der Turner in der Halle. Und die legten sich mächtig ins Zeug, wenn es galt eine Chorografie zu den Turnübungen ein zu studieren.Der TSV Rohrdorf am Reck riss das Publikum mit seinen Körperverrenkungen und sexy Kostümen mit. Nicht weniger Können und mit noch mehr Muskeln und Haut gepaart und Kraft im Ausruck war der SFG Chiasso/Lugano/Mendriso. Mit vielen Fans angereist und unter Applaus wirbelten ihre Körper an der Gerätekombination durch die Luft.Grazie in Haltung und Bewegung war für die Damen des Nationalkaders Rhythmische Gymnastik kein Problem und ihre Darbietung war Poesie, bevor die Männer des STV Wetzikon den Barren unsicher machten.Die sehr schnellen Programmwechsel hatten aber im Laufe der Show auch den Nachteil, dass wer kein Programmheft gekauft hatte, den Ueberblick verlor, da die Vereine nicht angesagt wurden und der Magier Peter Marvey als Kontrapunkt zu den Turnern wirkte nicht nur wegen einer Lichtpanne fehl am Platz.Gymotion war auch beim fünften Mal ein gelungener Versuch das angestaubte Image des Schweizerischen Turnvereins mit einem Grossanlass im Hallenstation loszuwerden, in dem die Körper der Turner im Spiel mit Farben, Ton und Licht, an den Geräten oder auf dem Boden tolle Leistungen zeigten und trotz einiger nervöser Fehler einiger Turner als Verein beim Publikum stets mit viel Applaus beklatscht wurde.Interview mit dem Chef für den fetten SoundFür die richtigen Töne der Gymotion war Christoph Walter als Leiter seines 35 Mann Orchester verantwortlich. Wie hat er sich vorbereitet? Ich habe ihm ein paar Fragen per Mail zugestellt.- Als Komponist, Dirigent und Arrangeur kommen sie vom Jazz und der Militärmusik. Was hat Sie an der musikalischen Leitung der Gymotion von kommenden Samstag gereizt?Ich unterstütze diese Veranstaltung als Music Director seit der ersten Show von 2007. Damals wurde zum 175 Jahr Jubiläum des STV zum ersten Mal eine Show mit Turnern und Live Musik in der Schachenhalle in Aarau präsentiert. Der Erfolg war so gross, dass wir es weiterentwickelten und den Mut hatten die Shows ins Hallenstadion zu verlegen – eine einmalige Erfolgsgeschichte!-Bei Gymotion im Hallenstation trunen Mitglieder des Schweizerischen Turnverbandes. Wie stellten Sie den Kontakt zu diesen teils sehr jungen Turnern her und wie sieht die Arbeit vor dem grossen Auftritt aus?Die Auswahl der Teilnehmer trifft der Projektleiter, Herrn Jérôme Hübscher von der STV Geschäftsleitung mit seinem Team. Für die musikalische Beratung und Umsetzung benötigt es dann meine Unterstützung. Dann kann es schon vorkommen, dass man sich mehrmals trifft um eine optimale Synergie zwischen Turnen und Musik zu erreichen – ein Findungsprozess der sich lohnt! -Bei der Liveshow kann es auch Pannen geben. Haben Sie eigentlich die Chorografie der Turner im Kopf oder wie reagieren sie auf Missgeschicke?Die effektive Probezeit mit dem Orchester und den verschiedenen Show Acts findet jeweils am Freitag vor dem Event im Hallenstadion statt. Das ist im wahrsten Sinn des Wortes eine «sportliche Leistung». Beide Seiten bereiten sich im Vorfeld professionell vor. Von einem Missgeschick blieben wir bis heute verschont. Würde etwas passieren, muss man sich in der Show turnerisch aber auch musikalisch höchst professionell zu helfen wissen. Das Publikum wird davon sicher nichts mitbekommen, es sind alles Profis am Werk! -Gymotion zu Jahresbeginn macht Mut zur mehr Bewegung, sind sie selber sportlich unterwegs?Ich versuche wöchentlich Tennis zu spielen, mit Pilates gutes für meinen Körper zu tun, im Sommer Wandern und Biken, im Winter pflege ich die Sportart wo ich mich am stärksten fühle und für mich die grössten Glücksmomente bedeuten, das Skifahren in allen Varianten.

Gymotion im Hallenstation - es lebe der Gruppensport

Am 16. Januar präsentiert der Turnverband STV zum fünften Mal im Hallenstation Zürich um 14.00 und 20.00 Uhr an der GYMOTION die Vielfalt der besten Turnvereine der Schweiz. Wie bereitet sich der Dirigent auf diesen Grossanlass vor?Das der häufigste Vorsatz nach den Festtagen ist, Sport zu treiben, ist bekannt und eben auch, dass er schnell fallen gelassen wird. Nicht so bei den 370 000 Mitglieder des Schweizerischen Turnverbandes STV. Sie machen seit 180 Jahren Aktivitäten gegen das Fett und für die Freude an der Bewegung und dem Spass in der Gemeinschaft.Der Körper im Spiel mit Farben, Ton und Licht, an den Geräten oder auf dem Boden, daneben Darbietung aus der Musikunterhaltung und Zauberei werden viele Gefühle beim Zuschauer wecken für die Schweizer Turnszene an der kommenden Gymotion am Samstag.Für die richtigen Töne zu den Vorführungen ist Christoph Walter als Leiter seines 35 Mann Orchester verantwortlich. Ich habe ihm ein paar Fragen per Mail zugestellt:- Als Komponist, Dirigent und Arrangeur kommen sie vom Jazz und der Militärmusik. Was hat Sie an der musikalischen Leitung der Gymotion von kommenden Samstag gereizt?Ich unterstütze diese Veranstaltung als Music Director seit der ersten Show von 2007. Damals wurde zum 175 Jahr Jubiläum des STV zum ersten Mal eine Show mit Turnern und Live Musik in der Schachenhalle in Aarau präsentiert. Der Erfolg war so gross, dass wir es weiterentwickelten und den Mut hatten die Shows ins Hallenstadion zu verlegen – eine einmalige Erfolgsgeschichte!-Bei Gymotion im Hallenstation trunen Mitglieder des Schweizerischen Turnverbandes. Wie stellten Sie den Kontakt zu diesen teils sehr jungen Turnern her und wie sieht die Arbeit vor dem grossen Auftritt aus?Die Auswahl der Teilnehmer trifft der Projektleiter, Herrn Jérôme Hübscher von der STV Geschäftsleitung mit seinem Team. Für die musikalische Beratung und Umsetzung benötigt es dann meine Unterstützung. Dann kann es schon vorkommen, dass man sich mehrmals trifft um eine optimale Synergie zwischen Turnen und Musik zu erreichen – ein Findungsprozess der sich lohnt! -Bei der Liveshow kann es auch Pannen geben. Haben Sie eigentlich die Chorografie der Turner im Kopf oder wie reagieren sie auf Missgeschicke?Die effektive Probezeit mit dem Orchester und den verschiedenen Show Acts findet jeweils am Freitag vor dem Event im Hallenstadion statt. Das ist im wahrsten Sinn des Wortes eine «sportliche Leistung». Beide Seiten bereiten sich im Vorfeld professionell vor. Von einem Missgeschick blieben wir bis heute verschont. Würde etwas passieren, muss man sich in der Show turnerisch aber auch musikalisch höchst professionell zu helfen wissen. Das Publikum wird davon sicher nichts mitbekommen, es sind alles Profis am Werk! -Gymotion zu Jahresbeginn macht Mut zur mehr Bewegung, sind sie selber sportlich unterwegs?Ich versuche wöchentlich Tennis zu spielen, mit Pilates gutes für meinen Körper zu tun, im Sommer Wandern und Biken, im Winter pflege ich die Sportart wo ich mich am stärksten fühle und für mich die grössten Glücksmomente bedeuten, das Skifahren in allen Varianten.

Weil der Winter nicht kommt - ab an die Ferienmessen Bern, Zürich oder St. Gallen

Weil der Winter nicht kommt - ab an die Ferienmessen Bern, Zürich oder St. Gallen Weihnachten bei zehn Grad, ein Winter ohne Schnee und viele schlechte Tagesnachrichten, da kommen die Ferienmessen in drei Schweizer Städten gerade richtig. Am 14. Januar öffnet die erste Ferienmesse ihre Tore in Bern. Was sie alles für die schönsten Wochen des Jahres bereithält, weiss Luisa Forster von Agentur Haut und Pressesprecherin der Messe:Am kommenden Wochenende öffnet in Bern die Ferienmesse, Zürich und St, Gallen werden folgen. Welche Höhepunkte und Aspekte hält die Messe ab dem 14.1 in Bern bereit?Der grösste Höhepunkt ist unser Sonderthema «Fokus Mittelmeer» Hier präsentieren sich verschiedene Ländervertretungen und spezialisierte Touroperators. Dazu gibt es einen mediterranen Markt in der Eingangshalle der Messe mit diversen Spezialitäten. Und die Piazza Mediterrana lädt die Messebesucher zu einer Verschnaufpause vom Messetrubel ein - Gelati inklusive.Daneben gibt es wie in den vergangenen Jahren eine breite Palette an Reisevorträgen (über 200) aus der ganzen Welt und eine Ausstellung von wunderbaren Bildern des Schweizer Landschaftsfotografen Patrick Loertscher. Die Sonderschau Busreisen zeigt 13 Reisebusse vor Ort, direkt zum Testen. Und ebenfalls schon fast traditionell findet die Live-Übertragung des Lauberhornrennens ins Wengen statt.Seit der letzten Messe hat sich die Welt verändert, ist wie kürzlich mit dem IS-Anschlag auf ein Hotel in Hurghada unberechenbar geworden. Wie reagieren die Ferienanbieter darauf?Die Touroperators stehen in engem Kontakt zum Agenten vor Ort und überprüfen die Situation laufend. Zudem halten sie sich an Empfehlungen vom EDA und stehen auch mit diesem in engem Kontakt. Spitzt sich die Situation zu, können bestehende Gäste umbuchen oder gar annullierten und auch Charterrotationen an diese Destinationen werden eingestellt.Die Schweizer lieben Thailand. Kann eine Ferienmesse den Geschmack ändern und welche Region der Welt sind am kommen?a) Den Geschmack komplett ändern vielleicht nicht - das ist auch nicht unser Ziel. Aber einer Ferienmesse gelingt es mit Sicherheit, dem Publikum neue Ideen für eine nächste Reise zu geben, sozusagen den Reisehorizont zu erweitern. Beim Flanieren durch die Messe stösst man sicherlich auf Aussteller/Destinationen, für welche man sich bisher nicht interessiert hat - und plötzlich, wenn man sie vor Augen hat und Informationen aus erster Hand bekommt, eröffnet sich eine neue Option.b) Dies ist immer schwierig zu sagen. Im Trend liegt sicherlich Kuba - was kommt, wird sich bestimmt an der Ferienmesse Bern abzeichnen. Activplus ist ein realtiv neuer Aspekt der Messe, was zeigt er?activPLUS ist die Parallelmesse zur Ferienmesse Bern. Eine Messe, die sich auf ein aktives und älteres Publikum 50+ spezialisiert. Dabei dreht sich alles um die Themen Gesundheit, Freizeit und Alter. Der activPLUS Parcours führt mit acht Posten auf spielerische Weise durch die Messe. Informative Vorträge, zum Beispiel rund um die Berner Wanderwege oder zur Chinesischen Medizin, gibt es im activPLUS Forum. Zu den Ausstellern gehören dieses Jahr unter anderen die die Pro Senectute Kanton Bern, welche sich mit dem Internetzugang im Alter auseinandersetzt, oder die Krebsliga.Die Kunstausstellung an der MesseEinen besonderen Aspekt der Ferienmesse Bern ist dieses Jahr die Ausstellung des bedeutesten Landschaftsfotografen der Schweiz Patrik Loertscher aus Heiden, Appenzell. Mit seiner Panoramakamera und einem Blick für die Wunder der Erde hat er Fotos über die Seele einer Landschaft gemacht, die nicht nur Auszeichnungen nach sich zogen sondern vor allem zum Träumen und Stauen verleiten und Lust machen für die nächste Reise. Er wird mit seinem Verlag vor Ort sein auf einer Fläche von 180 Metern, Ausserdem zeichnet er sein Buch "Reise mit dem Licht". und spricht bei den Vorträgen über die Entstehung der Bilder des Buches.Patrick LoertscherFerienmesse14.1.-17.1.16 Ferienmesse Bern28.1.-31.1.16 Fespo Messe Zürich12.2.-14.2.16 Ferienmesse St. Gallen

Chica Torpedo - der Nachfolger von Polo Hofer?

Eben wurde Polo Hofer zum Schweizer des Jahres gekürt, doch diese Ehrung kommt zu spät, denn er hört 2016 auf. Doch schon steht ein Berner, dieses Mal nicht vom Thunersee sondern aus der Bundesstadt auf der Bühne, sein Nachfolger zu werden. Zwar ist Chica Torpedo eine achtköpfige Band, doch der Ton gibt der "Bärner Schädu" Schmidi Schmidhauser an. "Nachtschicht" nennt sich das 5. Album und beginnt, so wie viele Berner abends sind, nachdenklich und schleppend im Gespräch und Gesang. Ab dem zweiten Song wechseln die restlichen 15 Songs mit der typischen Mischung aus Latino und Berndeutschem Gesang und nachdenklichen und spassigen Texten ab. Zum Glück gibt es diese Spielfreude der Band und den schnellen Rhythmuswechsel sonst würde Schmidi Schmidhauser als Nichtsänger aber mit Botschaft zu schwerfällig. So ist "Nachtschicht" schnell eine Scheibe gegen den Blues des Winters und fehlenden Schnee. Der Latinorock wird "muy feo" gespielt und bald machen sich die Beine selbständig und niemand hört mehr auf den Text bis "Du bisch i mim Härz". Zur Band gesellt sich das Kammerorchester "musica movendi" und das Arragement wird gross und trifft mit seiner schnulzigen Melodie das Herz.Am 23. Januar taufen Chica Topedo die "Nachtschicht" in der Mühle Hunziken und gehen dann mit dem 5. Album, das keine Erneuerung des Topedo-Latino-Sound enthält, aber unterhaltet auf Schweizer Tournee.Chica Topedo

Die Festtagstherapie - ab in den Wald!

Die Festtage stehen vor der Tür, aber nicht der Schnee. Doch Temperaturen um die zehn Grad müssen keinen Frust sein, laden sie doch ein, sich vom Konsum und dem Stress der Festzeit zu erholen. Die Heilung kommt aus dem Wald. Ein Spaziergang zwischen Laupen und MurtenDas kürzlich erschienene Buch " Der Biophilia Effekt" von Clemens G. Arvay (Foto) beschreibt, was viele instinktiv über die Wirkung des Waldes wissen, aber nun hier schwarz auf weiss mit zahlreichen Studien vor sich haben, ein mehrstündiger Aufenthalt im Wald hat alles was dem menschlichen Körper und der Seele gut tut.Laupen - Murten - ein 3, 5 Std Spaziergang mit viel Wald Am Bahnhof Laupen BE glänzt eine Weihnachtskugel und sie wird für die nächsten drei Stunden der letzte Schmuck inmitten von Holz oder Tannästen sein, den ein Mensch gemacht hat für das Fest der Feste, das allerdings seine Bedeutung in den letzten Jahren verloren hat und immer mehr zum Volksfest sich wandelt. Ich will das Leben von Holz und Bäumen spüren.Ich gehe entlang den Bahnschienen Richtung Bern zurück, überquere die Brücke und beige sofort rechts ab und maschiere nun entlang der Sense bis zur nächsten Metallbrücke und dann weiter auf der anderen Seite des Flusses Richtung Kriechenwil steil hinauf.Das letzte Dorf des Kanton Berns durchschritten, zeigt der Wegweiser endlich Richtung Wald und die Sonne scheint durch die immer noch zahlreichen grünen Büsche und auf die gefallenen Blätter. Es dauert keine fünf Minuten und schon wirken die Terpene wie sie der Autor C. Arvay nennt. Das sind chemische Substanzen, die die Bäume im Wald untereinander austauschen, wenn sie miteinander kommunizieren. Die Terpene wirken auf unser Immunsystem und führen zur Aktivierung und Vermehrung der weissen Blutkörperchen.Ich trete auf Raureif, Maulwurfhaufen und fortlaufend nimmt mich die Natur gefangen und wie immer im Wald falle ich ins Unterbewusste.Auf einer Waldhütte steht "Lieber Freund, lass mich in Ruh, ich liebe die Waldesluft wie Du" und schon bald lichtet sich das Dichtich und der Nebel auf den gepflügten Feldern steig wie eine Schar Raben gegen den Himmel empor, als ich die Strasse Richtung Liebistorf laufe. Das Dorf empfängt mich wie viele Dörfer, die immer mehr zu Schlafstätten werden und wo der Gasthof nicht mehr offen hat, ausgestorben, doch schon bald geht es wieder in den Wald. Der Galmwald ist als einziger Wald des Landes wie alle Seen der Schweiz keiner Gemeinde zugeordnet sondern dem Staat.Er ist also ein Ort ohne Menschen aber nur mit Wald.Mit 256 ha ist er das Eintrittstor zur Westschweiz und ich mache Uebungen aus dem Buch "Biophiliaeffekt". Rieche am Moos, taste über die Rinde und mehr und mehr fallen Stress und dunkle Gedanken von mir ab. Auf dem Splitweg lässt es sich gut laufen und über eine Stunde decken mich die Kronen der mächtigen Bäume manchmal zu, bis eine Hütte auftaucht, die ich St. Niklaushütte taufe obwohl sie Glamhütte heisst und ein idealer Platz ist im Winter wie Sommer drinnen oder draussen zu picknicken oder eine Kerze anzuzünden oder zu meditieren.Wir sind keine Betonmenschen und das verdichtete Wohnen hat viele Nachteile, doch der Wald lockt mich, wirft mich auf mich selbst zurück und entlockt mir Geheimnisse aus meinem Innern bis eine Lichtung eine Strasse mit rasenden Knechten in Autos des zuschnellen Lebens von heute auf-taucht.Schnell über die Strasse.Nach zwei Stunden wird es zum ersten Mal kälter, den im Seebezirk und mit dem Eintritt in den Murtenwald hat es dichten Nebel. Der Weg durch diesen Wald ist der letzte Teil zwischen Blätter und Vögel, bald geht es nur auf noch am Rand des Waldes entlang und Richtung Burg sehe ich Ostbäume, deren laubfreie Aeste im Nebel gespenstig aussehen.Der Weg ist nun geteert, die Laute der Kantonsstrasse nerven als ich sie überquere und schon bald wieder vom Kanton Freiburg im Kanton Bern bin, genauer in der Enklave Münchenwiler. Der Nebel ist dicht, aber ich habe nicht kalt, doch erschrecke ich, als plötzlich ein Auto von einem Jurassier hinter einem Gebüsch steht. Der sieht gar nicht gut aus und so tönt es den auch beim kurzen Gespräch. Er sei fix und fertig, immer dieser Stress und das Umherreisen vor den Festtagen, klagt er. Ich sage ihm, egal ob er religiös sei oder nicht, er solle in der heiligen Zeit wieder mal in den Wald. Der Wald sei Arzt, Heiler, Psychotherapeut und Coach in einem, der das Immunsystem vielfältig stärke.Ich gehe weiter Richtung Münchemwiler. Hier wurde übrigens das Raclete von Mönchen per Zufall erfunden, doch von diesem Käsegeschmack ist der in meine Nase aufsteigende Geruch weit entfernt. Die Verbrennungsanlage stinkt und bald landen hier alle Christbäume. Traurig.Schön, dass es bald wieder in den Wald geht und beiderseits des Weges ein Bach fliesst, der bis weit durch die ersten Quartiere Murtens diesen Spaziergang begleitet. Fischreiher fliegen hoch und die ersten Menschen mit ihren Hunden tauchen auf, Vom Wald sind nur noch einzelne Bäume zu sehen. Der Zug wartet. Ich ruhe in mir und lächle friedvoll, während mich die Bahn heimfährt.Danke Wald.

Kleine Schönheitsoperation für Männer - ein Erfahrungsbericht

Die Festtage sind für die Kinder ein Fest der Geschenke, für die Erwachsenen gesellschaftliche Anlässe, wo Mann beim Besuch von Familie und Freunden eine gute Falle machen will. Doch was, wenn Mann die Spuren der Zeit an sich nicht mehr leugnen kann und unattraktiv wirkt? Ab zum Schönheitsdoktor ist der Trend. Hier meine Erfahrung und Ernüchterung.Während sich sonst Männer ab 40 zum Schönheitsdoktor für die Karriere machen, besteige ich die BLS nach Jegenstorf zum Lasterzentrum Med-Esthetics um die Spuren des Lebens und des Ueberlebenskampfes zu bekämpfen. Doch beim Gehen durch den Nebel im Dorf Jegenstorf und beim Betreten der Klinik muss ich mir eingestehen, ich liess mich von der der Schönheit der Jugend bedrängen und sitze nun im Wartezimmer und blättere in Zeitschriften mit den schönen Helden der Unterhaltungsindustrie, während faltenfreie Damen, durch den Gang gehen. Ich mache ein Selfie von ganz nah und erschrecke über das entlarvende Foto und bald kommt Dr. med. Simon Wyss.Faltenunterspritzung mit HyaluronsäureObwohl der Doktor auch Falten um die Augen hat, wirkt er frischer als ich und seine Bemerkung, dass ich müde wirke und wohl auch in letzter Zeit viel abgenommen habe und nun ein eingefallenes Gesicht habe, trifft zu. Ich ärgere mich, dass ich auf der einen Seite schlanker erscheine dank der Aenderung der Essgewohnheiten, aber auf der anderen Seite wieder ein neues Problem habe.Doktor Simon Wyss trägt Alkohol auf mein Gesicht auf, bereitet die Spritzen vor und fragt, welche Gesichtspartien ich den gerne verschönere möchte. Ich entscheide mich gegen die Augenringe und die Stirnfalte und Botox, dafür werden in den nächsten vier Minuten die Mundwinkel und Wangen mit Hyaluronsäure etwa zwölfmal an verschiedenen Stellen vollgespritzt, damit die Furchen voller und die Haut straffer aussehen.Die Unterspritzung brennt und ist an den dünnen Stellen unangenehm, ich zucke zusammen, beisse auf die Zähne, den ich will für die Schönheit leiden.Nach dem der Doktor und die Spritze aus meinem Blickwinkel verschwunden ist, muss ich noch liegen, mir ist schwindlig und schlecht, auch weil mir der Gedanke durch den Kopf schiesst, in den letzten Jahren zu wenig für mich gemacht zu haben. Männer verlieren ab 40 Jahren oder schon früher den Kontakt zu ihrem Körper und leisten nur noch, das hinterlässt Spuren.Brennen und ErnüchterungZum Glück hatte ich einen Gutschein und muss für diese zehn Minuten Behandlung nicht den vollen Preis für 1ml Hyaluronsäure von 500.-- zahlen, den in den nächsten Stunden und Tage folgt nämlich die Ernüchterung.Zwar hat mir Simon Wyss gesagt, das Endresultat werde ich erst in einem Monat sehen, doch vom Brennen und Schmerzen über die Nacht hat er nichts gesagt. Auch sehe ich blaue Flecken von den Einstichen auf dem Gesicht noch tagelang..Der Blick in den Spiegel ist in den nächsten Tagen öfter und ich sehe zwar frischer aus, aber das Alter hat im Moment der Spritze Hyaluronsäure getrotzt um die Mundwinkel und ich sehe nur um die Wangen Veränderungen. Und in vier Monaten ist alles wieder beim Alten oder ich muss nachspritzen.So lehrt mich die Erfahrung, dass das Gesicht, das einer mit 40 und 50 Jahren hat, vor allen davon erzählt, welche Sünden mit Stress Mann sich selber angetan hat und keine Schönheitsoperation, die Schönheit von Innen und das Leuchten der Augen ersetzen kann.

Rebelisches Herz, schwächelnder Gesang - Madonna in Zürich

Während wir in vierzehn Tagen an Weihnachten das ewige Leben feiern, macht sich Madonna Louise Cionne aus Michigan seit 35 Jahren auf unsterblich mit Popmusik zu werden und muss als 57-jährige auf der aktuellen Welttournee durch 78 Städte gehen. Mit den Nr. 1 Album "Rebel Heart" in den USA, Deutschland und eben auch der Schweiz aber ohne Hits in der Disco begann das Konzert am 12.12.15 um sage und schreibe 22.30 Uhr. Diese Zeit wurde erst am Vorabend bekanntgeben und bescherte den Zürcher Hotels Last Minute Buchung aber auch Pfiffe im Hallenstation und viele vorzeitige Abgänge für die letzten Züge.Als die Lichter endlich erloschen und die Herz- und Kreuzform der Bühne erleuchtete, kämpfte Madonna zuerst einen Kampf gegen Mike Tyson im Videoeinspieler bevor sie in einem Käfig von der Deckte auf die Bretter der Welt als Siegerin gegen Gut und Böse drei erste Songs aus "Rebel Heart" sang, die trotz Mittelalterkämpfer und erotischer Turnerei am Kreuz beim Publikum durchfielen, weil der Gesang der Sängerin mässig war.Die "Bitch" Madonna merkte es und beschimpfte die Schweizer als konservative Hurensöhne, um bald darauf akustisch an die Ukuele zu greifen und "Like a Vigrin" und andere Hits alleine sehr nahe am Publikum zu singen. Dies dankte ihr mit viel Applaus, auch später, wenn sie wieder "Ghosttown" oder "La vie en Rose" solo spielte.Das Schweizer Publikum, das aus 30 - 60-jährigen bestand, genoss zwar die atmenlose Inszenierung ihre Songs mit Ersatzstücken aus Actionfilmen, Cirque de soleil und vielen provokanten Szenen wie das Liebemachen von hetero- und homosexuellen Paaren auf dem Bett, doch erst der Höhepunkte "La isola bonita" liess die Zuschauer tanzen. Auch darum, weil hier die Musik, die schlechte Sicht auf der Bühnenleinwand vergessen liess.Madonna stand als dreifache Mutter mit 57 Jahren 2,5 Stunden auf der Bühne und war auch nach Mitternach dabei fit wie ein Turnschuhe. Sie war und ist, wie ihr Ex- Mann Guy Richie sagte, eine amerikanische Arbeiterin, die mit Ergeiz versucht, besser als der Rest zu sein,Als Unterhalterin ist es ihr im Hallenstation gelungen, musikalisch nicht. Somit ist ihr aktueller Hit "Living for love" in der Chorografie eines Stierkampfes wie vieles an diesem Abend ein Augenschmaus, aber nichts für die Ewigkeit. Madonna ist ein Star, aber die Musik, die lief zum Verlassen des Hallenstation, kam von einem Helden - Michael Jackson. Helden sterben früh. Madonna ist schon zu alt dafür.

Der Freund des Dalai Lamas zeigt Privates und den Himalaya

Unter dem Titel " Mit dem Dalai Lama durch den Himalaya " zeigt der Fotograf Manuel Bauer in Zusammenarbeit mit Explora in seinem Vortrag durch die Deutschschweiz zum 14.12. das Oberhaupt der Tibeter ganz privat und vieles mehr. 28 Minuten seiner Unterrichtsstunde und auf dem Sprung zur Bahn beantwortete er meine Fragen per Mail.Auf Sie Mauel Bauer als Winterthurer sind Millionen eifersüchtig, weil Sie etwas wurden, was sich viele wünschen, Sie wurden ein Freund von Dalai Lama. Wie gewannen Sie sein Vertrauen und welche Aspekte zeigt Ihre Vortragsdiashow durch die Schweiz für Explora?Oh, dass ist aber gar nicht schön! Eifersucht ist eine sehr ungute Emotion. Die Motivation für den neuen Vortrag ist es ja genau, die Zuschauer an dem Privileg teilhaben zu lassen, welches mir als Fotograf zuteil wurde, den Dalai Lama so nahe erleben zu dürfen. Im neuen Vortrag versuche ich mit meinen Bildern und Erzählungen einen Einblick in das reiche Leben des Dalai Lama zu geben. Ich konzentriere mich dabei auf den Himalaya. Denn obwohl der Dalai Lama im Exil leben muss, fand er dort eine vorläufige neue Heimat. Weil der Himalaya auch südlich der Tibetischen Grenze, des tibetischer Kulturkreis ist. Das gibt uns die Möglichkeit, ihm bei wichtigen Ritualen und Zeremonien mit zu erleben und tiefe Einblicke in den Buddhismus zu haben.Die Meditation ist ein wichtiger Bestandteil des tibetischen Buddismus. Somit ist Ihre Bildershow auf ein Innehalten, doch der Vortag will darüberhinaus gehen, wie?Es ist ein stiller Vortrag. Und doch gründet meine Motivation immer auch auf der politischen Tatsache, dass Tibet völkerrechtswiedrig durch die Volksrepublik China besetzt ist. Diese Realität will ich nicht ausblenden. Das Hauptgewicht des neuen Vortrags liegt auf kulturellen und religiösen Aspekten, aber auch die Flucht des Dalai Lama über das höchste Gebirge unserer Erde wird nacherzählt. Sie sind ein politischer Fotograf. Die neusten Bilder vom Tibet waren die wie sich Mönche aus Verzweiflung verbrannten. Wie sieht die aktuelle Situation dort aus? Es ist schrecklich. Wie verzweifelt muss ein Mensch sein um diesen Schritt zu gehen? Ich fordere die Öffentklichkeit und die Politik auf hinzusehen und aktiv zu werden.Dalai Lama ist 80-jährig. Mit Ihnen kann er über alles reden. Spricht er auch über seinen Tod und die schwierige Zeit danach für sein Volk? Sein Heiligkeit der 14. Dalai Lama macht laufend Aussagen zur Möglichkeit einer Wiedergeburt oder auch dazu, dass er der letzte Dalai Lama gewesen sein könnte. Es gibt dazu noch keine abschliessende Entscheidung. Der wichtigste Schritt ist aber getan: Der Dalai Lama hat die politische Macht an eine vom Volk gewählte Regierung übergeben. Das ist grossartig.