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Etherial

Brachialer Metall aus Thun
Wenn Etherial aufspielen verfinstert sich die Sonne auf den Kitschpostkarten Thuns und die Dunkle der Nacht und ein leichtes Fröstlen machen sich beim Anhören des Debut dieser Bombastrocker breit. Die dominaten Gittarren von Mark Gertsch und Sam Nydegger sind omipräsent nach den melidiösen Anfängen der Songs, die oft die Anlehung an Nightwish nicht verleugnen können. Doch nur mit "Forget the past" unter Mitwirkung der Gastsängerin Christine Scheidegger ist ein direkter Vergleich zu den Amerikanern möglich, der dann auch gerade die Schwäche der Band aufzeigt. Es fehlt eine Frau, die sich über den brachialen Metallteppich der Band (Keyboard Tobias Gut, Drums Phillip Feller) mit ihrer Stimme hebt, den dies kann Sänger Chris Sandmeier nicht und geht oft mit seinem Organ unter. Was 2003 mit dem Vorwand nur ja keinen Mundartrock begann und den Vierseitenpropheten im letzten Jahr beim Emergenza- Wettbewerb im Zürcher Rohstofflager, den Einzug ins Finale beschwerte, zeigt sich nun auf der ersten Platte als Alternative zum Berner Pop und Mut die Sünde der Nacht mit Metallsongs zu erleuchten. Irgendwie haben Etherial ein einzigartiges Talent mit ihrem Sound mysteriöse Kopfgeburten und ungedrehte Filme hinzuzaubern. Das Debut ist sicher noch nicht die definitive Form dieser Band, die ihre Energien nur im Ansatz zeigt und leider bis jetzt von den Konzertveranstaltern links liegengelassen wurde. www.etherial.ch

juerg kilchherr am 21.7.07 20:17

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