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tortilla flat- from vine to wine, langenthaler folkpunk

Punks unter dem Schottenrock
Wenn bei den ersten Töne von "from Vine to Wine" der Langenthaler Band Tortilla Flat Christine Sdiri als Gastmusikerin zur Violine greift, könnte man meinen die Kelly Familiy sei von den Toden auferstanden, bevor Minuten später Richie (Bass), Chris (Gesang) und Lexu (Schlagzeug) ihre Instrumente mit der Wut eines Punks bearbeiten. Die Mixtur von Tortilla Flat, die ihren Namen ein John Steinbeck Roman über Aussenseiter entliehen haben, sind schnelle Punkrocknummern, Folkpunk und dann, man staune, reine Folknummern, die die harten Jungs von ihrer romantischen Seite zeigen, für viel Charme sorgen und sicher im Gegensatz zu den Bieler QL aufzeigen, wie vielseitiger musikalisch Tortilla Flat sind. Da kommt sogar ein Dudelsack vor. Diese Band, schon 1991 gegründet, hat ein Flair für Irischen Folk. "Nowhere Man" als Coverversion schnell gespielt macht eine gute Falle. Die Zeiten haben sich geändert. Punk ist in zahlreiche Unterarten verästelt. Tortilla Flat haben mit "from vine to wine" versucht mit vielen musikalischen Einfällen die schnellen Riffs der Bewegung neu zu gestalten, nie Langweile aufkommen zu lassen, viel rohe wie sensible Energie in ihre sechszehn Songs einzupacken, dass der Spass am Pogotanzen, Whiskeytrinken und Abhängen auch für erwachsene Männer wie die von Tortilla Flat und andere Langenthaler ein gelungene Weekendrevolution ist. www.myspace.com/tortillaflatch

juerg kilchherr am 22.1.08 10:10

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