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Chica Torpedo - der Nachfolger von Polo Hofer?

Eben wurde Polo Hofer zum Schweizer des Jahres gekürt, doch diese Ehrung kommt zu spät, denn er hört 2016 auf. Doch schon steht ein Berner, dieses Mal nicht vom Thunersee sondern aus der Bundesstadt auf der Bühne, sein Nachfolger zu werden. Zwar ist Chica Torpedo eine achtköpfige Band, doch der Ton gibt der "Bärner Schädu" Schmidi Schmidhauser an. "Nachtschicht" nennt sich das 5. Album und beginnt, so wie viele Berner abends sind, nachdenklich und schleppend im Gespräch und Gesang. Ab dem zweiten Song wechseln die restlichen 15 Songs mit der typischen Mischung aus Latino und Berndeutschem Gesang und nachdenklichen und spassigen Texten ab. Zum Glück gibt es diese Spielfreude der Band und den schnellen Rhythmuswechsel sonst würde Schmidi Schmidhauser als Nichtsänger aber mit Botschaft zu schwerfällig. So ist "Nachtschicht" schnell eine Scheibe gegen den Blues des Winters und fehlenden Schnee. Der Latinorock wird "muy feo" gespielt und bald machen sich die Beine selbständig und niemand hört mehr auf den Text bis "Du bisch i mim Härz". Zur Band gesellt sich das Kammerorchester "musica movendi" und das Arragement wird gross und trifft mit seiner schnulzigen Melodie das Herz.Am 23. Januar taufen Chica Topedo die "Nachtschicht" in der Mühle Hunziken und gehen dann mit dem 5. Album, das keine Erneuerung des Topedo-Latino-Sound enthält, aber unterhaltet auf Schweizer Tournee.Chica Topedo

juerg kilchherr am 11.1.16 18:24

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