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Totaler Berner Triumph an den Swiss Music Awards

Patent Ochsner sind länger im Musikgeschäft als mancher Zuschauer Lebenjahre zählte im Hallenstation und trotzdem waren "die Rolling Stones der Schweiz" die grossen Abräumer an den Swiss Music Awards. Doch es gab auch ueberraschende Newcomer.Der Zürcher Nickless präsentierte zu Beginn der Show mit Dodo und Müslüm ein paar Noten aus ihren Hits des letzten Jahres und zwei Stunden später hatten die Zuschauer nicht den Sommerhit "Hippiebus" sondern " Waiting" vom 19-jährigen Nickless zum Best Hit gewählt.Laut war den auch der Jubelschrei des engagierten Musikers.Zusammen mit dem "Best Talent" Gewinner Damian Lynn aus Luzernsteht er für die junge Singer/Songwritergeneration, die zum Lausanner Bastian Baker raufschauen, der schon einen Schritt weiter ist als sie und nicht nur eine internationale Karriere sondern dieses Jahr auch noch Stress vom Thron gestossen hat in der Kategorie Best Male Solo Act. Leider hat es für Sophie Hungernicht zum weiblichen Pendant gereicht, dieser Preis ging an Stefanie Heinzmann, aber die Bernerin bekam viel Applaus für ihre Version von "Hero" zu Ehren des verstorbenen David Bowie und einen Kotz aus dem Massiv des Gotthards als bester Künstlerin.Sie hätten in die Hosen geschissen vor Angst beim grössten Konzert ihrer langen Karriere letztes Jahr auf dem Gurten, gab Büne Huber zu, als seine Band Patent Ochsner einen Stein als bester Live Act bekamen und noch gleich zwei dazu als beste Gruppe und bestes Album. Damit hat Büne letztes Jahr nicht nur einen Sohn bekommen sondern auch musikalisch mit seiner Band Megaerfolg gehabt.Erfolgsverwöhnt und erfolgreichster Musiker der Schweiz aller Zeiten mit zwei Million verkaufter Platten, 45 Platinauszeichnungen ist Peter Reber, der mit seinem Musical "Io senza te", das gleich neben dem Hallenstation im Theater 11 letzten Herbst insgesamt 70 000 Zuschauer anlockte. Nun erhielt er keine 100 Meter über die Strasse vom Musicaltheater einen Stein für sein Lebenswerk und Standing Ovation für ein halbes Jahrhundert Musikschaffen.Neben den bekannten Moderatoren Melanie Winiger und Mario Torriani war auch die diesjährige Preisverleihung ein Klassentreffen der Schweizer Musiker und Prominenz.Das lahme Publikum und die vielen Videoeinspieler waren die negativen Punkte der zweistündigen Show. Es bliebt zu überlegen, ob es nicht gut wäre, die Swiss Music Awards nur alle zwei Jahre durchzuführen, damit noch mehr Bewegung in die einzelnen Kategorien kommt.

juerg kilchherr am 13.2.16 13:19

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