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Jesse Ritch - eine ehrliche Haut kehrt zurück auf die Bühne

Einmal 12 Monate durchatmen und sich selber sein fernab vom Rampenlicht, das brauchte Jesse Ritch letztes Jahr. Im 2017 brennt der Rhythmus aber wieder unter den Füssen und die neue Single bringt es auf den Punkt "I can't stop". Doch das Interview zeigt auch einen nachdenklichen 24-jährigen Mann und einen der seinen Tag vom Aufstehen bis zum Abend mit Seflies auf Wunsch bebildert.Nach deiner Teilnahme an der Show Deutschland sucht den Superstar wuchs der Druck im schnelllebigen Musikgeschäft zu überleben, wie siehst du rückblickend die Jahre danach?Nach meiner Teilnahme bei DSDS war alles ziemlich ein Selbstläufer. Es folgten viele Auftritte und natürlich war auch die Aufmerksamkeit um meine Person ziemlich hoch...Dies war einerseits sehr schön und andererseits sehr anstrengend. Ich hatte im ersten Jahr kaum Zeit an mir zu arbeiten und mich mit mir, meinem Leben und meinen Zielen ernsthaft zu befassen. Glücklicherweise habe ich eine gutes Team um mich aufgebaut, welches mir den Rücken stärkte und in meinem Sinn gewirtschaftet hat.Mir lag die Kunst immer an erster Stelle und ich wollte immer ein selbstständiger Künstler. Heute kann ich rückblickend sagen, dass DSDS ein wichtiger Meilenstein in meinem Leben war und ich diese Zeit nicht missen möchte. Leider hat die Teilnahme nicht nur positive Nebeneffekt....Heute ist sie mir oftmals ein Stein im Weg...Viele Leute haben gegenüber Castingsternchen Vorurteile...Mich persönlich spornt dies extrem an! Ich möchte heute nicht ständig mit der Show in Verbindung gebracht werden, da ich mich als Künstler weiterentwickelt habe...Sänger müssen sich Luft nach oben schaffen, um Illusionen in Noten zu verkaufen und vorsichtig sein, dass ihnen die Luft dabei nicht ausgeht, warum hast du letztes Jahr eine Pause gebraucht?Ich lebe mittlerweile seit 4 Jahren von der Musik. Dies ist ein sehr schwieriger Weg...Man muss lernen seine Finanzen im Griff zu haben und zu sparen, für die Durststrecken die kommen.Die aktuelle Wirtschaftslage macht das Leben von der Kunst extrem schwierig...Aber darunter leider alle, nicht nur die Musiker Ich habe im letzten Jahr eine kreative Pause gemacht, um neue Songs zu schreiben. Ich wollte endlich mal Zeit mich mit mir und meiner Musik auseinanderzusetzen. 2016 ist nun mein Jahr. Ich bin bereit um anzugreifen.Wir machen hier ein Interview für deine neue Single “I cant stop”, doch gleichzeitig werden deinen neuen Gehversuch Tausende illegal runterladen und wenn die Single am Radio gespielt werden sollte, ist sie schon ein alter Hut. Machst Du dir Gedanken um den Niedergang der Popmusik?Klar mache ich mir Gedanken um die Entwicklung der Szene...Aber letztendlich gilt es neue Wege zu suchen...Entweder ich stecke meinen Kopf in den Sand und jammere oder ich suche neue Wege, um meine Musik zu vermarkten Es gibt immer wieder junge, unabhängige Künstler, die den Durchbruch schaffen...Ich glaube fest daran, dass es mir auch gelingen wird.Trotz deiner Sängerkarriere und der regulären Arbeit hattest du die Kraft an die Liebe zu glauben und sie zu leben. Warum musste deine Beziehung zu Sara für die neue Single “I cant stop” herhalten? Ich bin Produzent in einem Tonstudio und begleite immer wieder unsere Künstler auf ihrem Weg. Ich gebe gerne meine Erfahrungen weiter die ich in den letzten Jahren sammeln durfte.In meinen Songs verarbeite ich oft Erlebtes, so auch in meiner neuen Single.Meine Beziehung ist ist ein ganz wichtiger Teil meiner Musik und eine grosse Inspiration für mich. Ein Künstler muss heute authentisch sein, das bedeutet auch, dass er gewisse Einblicke ins seine Gefühlswelt gewähren muss. Ich kenne meine Grenzen sehr gut und setze sehr viel Wert auf meine Privatsphäre.Rene Baumann wird nächstes Jahr ein Vierteljahrhundert als DJ Bobo wieder auf Tournee gehen und du bist dabei wie hier bei dem Videoausschnitt vom der letzten "Circus-Tour". Was macht ihr als Freunde abseits der Bühne zusammen?Ich freue mich sehr auch in Zukunft mit Rene arbeiten zu dürfen. Er ist ein toller und bodenständiger Mensch! Wir spielen ab und an gemeinsam Fußball, tauschen uns über die Musik aus und schreiben gemeinsam Songs. Ihn zu treffen, ist für mich eine grosse Bereicherung.

juerg kilchherr am 15.2.16 19:37

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