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Jargon.- Berner Oberländer mit Power und Poesie für Erwachsene

Die Fänger der Augenblicke
Von all den regionalen Färbungen des Berndeutschen ist der Oberländerdialekt der klarste und dank Plüsch, Airbäg, Scream der erfolgreichste in der Musikszene. Genau wie die Jungs so begannen auch Jargon aus Interlaken mit Covers bis nun nach langer Livearbeit seit ihrer Gründung 2001 der Zweitling "Ougeblick" vorliegt. Gleich mit einem Duett der Geschwister Eliane und Thomas Michel beginnt die Scheibe und auch in den anderen elf Stücken erzählen die beiden gemeinsam oder alleine von den Momenten im Leben, die trotz ihrer Kürze, dem Schicksal eine neue Richtung geben können. Thomas Michel ist mit seinen 32 Jahren für weise Beobachtungen und Gefühle seiner Generation reif. Etwas angestrengt versucht die Band aus Daniel Ruef ( Bass), Rolf Ruef (Drum),Urs Jenzer (Gitarre) und Urs Hofer (Keyboard) den Mundartrock zu den Texten rüberzubringen. Das da auch mal ein Reggae oder Funk ertönt, erneut das Schema des Berner Rocks. Der Produzent Felix Müller aus Wetikon, bekannt als Bassist bei Gianna Nannini war sicher ein Glücksgriff für Jargon, da er es verstand, das Maximum aus den Interlakern herauszuholen. Erwähnenswert ist auch die Lebensfreude durchs Band auf der Platte, die sicher manches Openair belebt, da der Sound schnell gute Laune macht, ins Bein fährt, Trost spendet, wenn einem ein Augenblick im Leben wieder zu Boden geworfen hat. Hinter versteckter Hand tönt Jargon wie ihre Vorbilder Bryan Adams oder Sina. www.jargon.ch

juerg kilchherr am 10.3.07 13:54

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