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Die Saga der Power-Metal-Jungs

Die Saga der Power-Metal-Jungs

Wer bei Amazon "Nieverlore" eingibt, findet seinen Verfasser Thomas Winkler und eine Bücherleserstimme, die erstaunt ist über die Schreibkunst, Fantasie und Kreativität des Zollikofers und sich auf eine Forsetzung freut. Die gibt es seit acht Monaten, wenn auch nicht in Buchform sondern als Band, die sich "Nieverlore" nennt und Swiss Power Metal spielt.
Thomas Winkler suchte, nachdem 120 Leser sein Buch gelesen hatten, eine andere Ausdrucksform für seine epischen Texte und fand sie in einer Rockband. Keiner der fünf Musiker (mit Ausnahme von Winkler) hatte bis zum Zeitpunkt der Bandgründung gerockt, sondern entweder Jazz, Funk, Pop-Rock oder Punk gespielt, aber immer im Geheimen Vaters Iron-Maiden-Platten gehört.
Im Hühnerstall von Gitarrist Ken Roubals Freundin in Uettligen wurde seit Frühling geprobt, der Diva Thomas Winkler manche Feder gezupft und bald erklangen in der Provinz auf zum Teil selber organiserten Konzerten harte Töne, die dennoch nie Melodie vermissen lassen. Mit Schminke im Gesicht, Abfallsäcken als Kleider und der learning-by-doing-Haltung machte Nieverlore, bestehend aus Patric Brand (guitar), Mathias Rufer (bass), Peter Kobel (drums), Thomas Winkler (vocals) und Ken Roubal (guitar) an mehrenen Talent- und Nachwuchsförderungswettbewerben eine gute Figur. So wollen sie es auch am Elements-of-Rock-Bandcontest am 9. Dezember in Aarau wieder versuchen. In Deutschland sind ihre druckvollen Bässe, untermalt von variantenreichen Drumbreaks, rhythmischen Riffs, rasenden Soli und einer kräftigen Stimme, bei den Radiostationen auf offene Ohren gestossen. Ob dabei jemand an die Tokio Hotels der Schweiz dachte, konnte der Interviewer nicht rausfinden, zumal dieser Bandname sofort böse Blicke und Drohgebärden nach sich zog und erst der Hinweis, es in diesem Fall auch mit Jungs vom Lande, die einen Traum hatten, zu tun zu haben, versöhnte. Für die Zukunft wünschten sich die Männer eventuell eine Frauenstimme als Verstärkung und einen Plattenvertrag. Die Saga des Schweizer Hartmetalls geht weiter, möge die harte Realität des Musikgeschäft es nicht schmelzen. www.nieverlore.ch

juergkilchherr am 15.11.06 16:18

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