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schmitten openair 07

Senslerrock zwischen Donner und Blitz
Bei einem der ersten Open-airs dieses Sommers eröffnete William White in Schmitten Kanton Freiburg das Festival vom 14.-17.07. mit seiner Mischung aus Reggae, Pop und Soul und scheiterte. Dem Softie aus Barbados gelang es trotz der Verstärkung von sechs Mitmusikern, Kopfstimmenakkrobatik und Soloeinlage nicht das Karibikgefühl von Lässigkeit und sich Hängenlassen auf die wenigen Zuschauer zu übertragen, dazu waren die Freiburger wohl zu reserviert. Gustav and the lonely heart attack band rockten mit neustem Material in Senslerdeutsch trotz Donner und Blitz auf dem Feld, wo er als Junge Fussball gespielt hatte, erst im zweiten Teil seines Sets wirklich gut. Im ersten Drittel war er extrem nervös, weil ihm der Wind die Notenblätter zu den Texten des neuen Album "les jardins de mon coeur" weggeweht und die Posaune noch in der Kabine gelegen hatte. Der mexikanische Touch und der Stil- und Sprachmix einer deutsch-französischen Hochzeitsmusik von seinen früheren Alben kam im Gegensatz zum Neuen besser an. Die ultimative Partyband waren aber Pegasus aus Biel. Die Spielfreude, das abwechslunsgreiche Liedmaterial und der Lausbubencharme übertrug sich sofort auf das Publikum. Die Zeit vergeht, Krokus bleibt. Kurz nach der Goldübergabe zur letzen Platte schüttelten die Altrocker das gefüllte Schmittnergelände am Samstagabend in bester 80er Rockmanier durch,gaben sechs Zugaben, bevor die Zuger The Delilahs bewiesen, dass mit ihnen auch im Jahr nach dem Hype zu rechnen ist, wenn es darum geht in den frühen Morgenstunden, mit messerscharfen Gitarrenriffs die Luft zu zerreissen.

juerg kilchherr am 17.6.07 09:55

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