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Morphologue - Flower art picture

Jenseits von Kommerz und Kleinkunst
Auf dem Zweitling "Flower Art Picture" von Morphologue kreieren Patrick Zeller und der Gesang Myriam Stucki aus Bern einen Mix, wo sich klassische Streicher treffen mit Drum’n’Bass (Fight), das Akkordeon soliert zu einem kantigen Hip Hop-Beat (Your Hand In Mine) oder in einen quasi-2-Step Track mischt sich ein fast schon folkiger Refrain mit Harmonium-Sounds ein (I Didn’t Know). Mittelpunkt dieser bunten Mixerei bildet sicherlich der Song "Flower Art Pictures", der sich gleich mehreren Genres bedient: Typische Electronica-Frickeleien treffen auf loungige Trip Hop Samples, bevor ein knalliger Drum’n’Bass-Teil einsetzt, um in einem theatralisch-klassischen Geigensolo zu enden. So gesehen kann die Botschaft von Morphologue nur sein, verbindend zu wirken: Sie führen dem Klassiker die elektronische Musik näher, den Electronica-Freaks zeigen sie das akustische Liedgut. Die beiden Bandmitglieder und Medien- und Kommunikationswissenschaftsstudenten an der Uni Freiburg heben sich mit "Flower Art Picture" deutlich von Lunik ab. Ihre Schaffenweise ist dank dem einzigartigen Gehör des 32jährigen Patrik Zeller, der auch Musik für das Theater und den Film produziert, eine Spielweise von einem Queerbeethörer, der seinen Hut vor Peter Gabriel wie den Klassikern zieht, am Computer kurze Songesquenzen erarbeitet und dann der 25jährigen Myriam Stucki überreicht für den Text, den diese mit einer markanten Stimme vorträgt. Damit nicht nur wie bis jetzt die Westschweiz diese Ausnahmemusiker lieben, arbeiten momentan Musiker und Produzenten aus aller Welt an Morphologue Drum and Bass Remixes, die die Berner auf ihre kommenden Tournee einsetzen und veröffentlichen werden. Mit Morphologue zeigt Bern der Welt nicht ewiggleicher Mundartrock sondern Musik am Puls der Zeit im Raum der Träume und innerer Filme. Einmalig. www.morphologue.ch

juerg kilchherr am 1.1.08 11:52

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