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Nada Surf- Lucky

Die Beatles der Neuzeit
Wer am schwarzen Montag der Börsen, wo Milliarden verloren gingen, "Lucky" das fünfte Album von Nada Surf auflegte, wusste was der Bandname - ein spanischer Begriff dafür, sich aus einer Depression zu befreien, nicht von ungefähr gewählt wurde. Der Yorker Matthew Caws (Vocals, Gitarre) hat mit Daniel Lorca (Bass) und Schlagzeuger Ira Elliot auch bei den elf neuen Songs, seinem Namen alle Ehre gemacht und gitarrenlastige Liebeslieder geschrieben, die weniger dreckig daherkommen als manche anderer Indiebands. Auf den ersten Blick durch die ersten fünf Songs tönt das wie unsere Lovebugs oder wie die fünf Liverpooler in den 60er bis der zweite Teil von "Lucky" im Dreimuntentakt Blut, Schweiss und Tränen als Ausdruck starker Gefühle experimenteller bearbeitet. Trotzdem auch hier, es ist alles "schön" und tut den Ohren ohne schärge Töne nie weh, so dass "Lucky" getrost als Hintergrundmusik für das erste Date laufen kann oder jedem Börsenmarkler Trost spendet. Nada Surf haben mit dieser Scheibe nicht viel gewargt, aber Gekonntes bestätigt und den Thron als Könige des Indie-pop verteiligt.
Konzerte: 3.3. Metropole Lausanne, 4.3. Rohstofflager Zürich www.nadasurf.com

juerg kilchherr am 22.1.08 09:22

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