CH-Kultur pur - das Neuste aus der Schweiz

christine lauterburg - aerope

Enfant terrible oder Heilige?
Wer im Zug nach Solothurn der Schauspielerin und Musikerin Christine Lauterburg gegenübersitzt, sieht ein Charaktergesicht und spürt die Energie von einer Vision. Seit zwei Jahrzehnten versucht die Bernerin in der Schweizer Jodelszene mit modernen Klängen das Archaische aufzufrischen. Da wurde vor zwölf Jahren dem "Vreneli vom Guggisberg" ein Technobeat unterlegt und jetzt mit der neuen Scheibe " Aerope" spielen bekannte Musiker wie Andi Hug, Hank Shizzoe, Markus Flückiger, Michel Poffet zusammen mit dem Jodel Lauterbrugs Ausdrücke von Volksliedern und eigene. Ein Ziel des AËROPE-Projektes ist es, Schweizer Volksmusik mit Einflüssen diverser Stile populärer Musik der letzten sieben Jahrzehnte zu verbinden. Dies sind mutige Herangeungsweisen experimenteller Art, die dem Hörer etwas abverlangen, sind sie doch so eigen wie sie nur ein enfant terrible zustande bringen kann. Christine Lauterburg ist eine Frau, die aneckt, wenn sie wie auf dem Cover in Zipfelmütze vor einer Recylingmulde steht. Doch sie ist eben auch eine engagierte Frau, die mit dem Jodel ein Kraftelement für die Selbstbehauptung und als Spielwiese ihrer Kreativität gefunden hat, wo sie sich immer wieder neu erfindet und den Hörer in verwunsche Welten über den Alpen mitnimmt. www.christinelauterburg.ch

juergkilchherr am 11.3.08 13:50

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