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Pressetext zum Buch Ménage ŕ trois

Die Liebe zu Dritt und der Terrorismus
Erotischer Roman ?ber Liebe, Bisexuelle und Politik


M?nage ? trois Roman und H?rbuch von Juerg Kilchherr

19.12.2005 22:13:46 - In Deutschland gibt es nach Sch?tzungen zwei Millionen Bisexuelle. Doppelte Sehnsucht,
doppelte Scham, doppelte Lust und doch ein Problem, die Angst aus dem sozialen
Gef?ge herauszufallen. Mit dem Roman "M?nage ? trois" wagt sich der Schweizer Schriftsteller Juerg Kilchherr zum
ersten Mal ein Schweizer Literat an eine Lebensform der besonderen Art in seinem
Roman 'M?nage ? trois'. Dabei bindet er die k?rperlichen Sehns?chte in die politischen
Geschehnisse der letzten zwei Jahre ein.



Zu einem erotischen Abenteuer verf?hrt der Berner Autor Juerg Kilchherr in seinem ersten Roman 'M?nage ? trois'(Verlag Books on demand). Der Buchtitel l?sst keine Missverst?ndnisse zu: Der Schweizer Kunstmaler Gustav aus dem Mont Vully am Murtensee, der Stierk?mpfer Juan und die Politjournalistin Antonia geniessen zusammen die Liebe und das Leben. Auf ihrer Reise durch Spanien, der Schweiz, Sizilien und Sri Lanka prallt die Leidenschaft immer wieder an die Grenze der gesellschaftlichen Vorstellung von einer Zweierbeziehung auf ihrem 'Way of love'.

Vor dem Hintergrund des aufkeimenden Terrorismus in Spanien (durch Al Kaida) beschleunigt sich die ohnehin dichte Romanhandlung. Politik und Erotik erfahren eine bemerkenswerte Themenzusammenf?hrung, die zweifacher Spiegel ist: sie reflektiert das junge politische 21.Jahrhundert und wirft die Frage auf nach dergeschlechtlichen Identit?t. Juan sinniert ?ber sein Rollenverst?ndnis als bisexueller Mann, AntoniasLebensentwurf sieht weder Kinder noch eine verpflichtende Beziehung vor, nur Karriere. Die Krise des Paares nutzt Gustav zu seinen Gunsten aus.

Juerg Kilchherr nimmt in seinem erotisch-politischen Roman den ?blichen Geschlechts-spezifischen Verhaltensmustern die Maske ab, zeigt intime M?nnerfreundschaft und deren Verletzlichkeit. Es ist ein voyeuristischer Blick, der weiblichen wie m?nnlichen Lesern gleichermassen Vergn?gen bereitet. In detailfreudiger Sprache h?lt der Autor, was die Kapitel?berschriften ank?ndigen - seien es 'Die erste Versuchung', die Leidenschaft oder 'Die Liebe zu dritt.'.

M?nage ? trois erscheint in dreifacher Variante:
Roman Books on demand Norderstedt 2005 ISBN 3-8334-3470-8 Euro 12.90.
H?rbuch B?renklau Verlag Berlin ISBN 3 - 931 164 - 07- 1 Euro 7.00
E-Book unter www.juergkilchherr.ch

Juerg Kilchherr lebt in Laupen in der Schweiz. Er ist Verfasser zweier Kurzgeschichtenb?cher:
'Mann und Sein', 'Die Poesie der Menschen', eines H?rbuches 'Liebe macht Sinn' und mehrerer Anthologien.
Er arbeitet auch als Maler, S?nger und Veranstalter.
www.juergkilchherr.ch bietet Ihnen noch weitere Hintergrundinfos


Lesetext:
Die erogenen Zonen
Erogene Zonen sind geheime Stellen.
Der Schl?ssel zum Geheimen lag f?r Juan auf Antonias und Gustavs Haut. Sein Dasein, Lieben, Leiden war von drei K?rpern durchdrungen. Dem eigenen und der Sehnsucht nach einer Frau und einem Mann. Vorbei waren die Zeiten, in denen er in st?ndiger Furcht vor sich selbst, seine sexuellen Bed?rfnisse verleugnete. Nun waren das Begehren und die Begierde zu dritt sein eigen.
Von ihren beiden K?rpern nahm er sich, was er wollte, egal wann und wo. Abend f?r Abend verwandelte er sein Haus mit seiner Vorstellung von Liebe, gab sich dem Gesp?r f?r Besonderheiten hin. Endlich hatte er einen Weg gefunden, um diese Art von Liebe und seine Doppelnatur auszuleben. Vorbei war der Sittendruck seiner l?ndlichen Wohngegend. Das war nicht immer so gewesen.

Lange war da nichts Offensichtliches, schien es f?r Juans Verlobte Antonia keine Anzeichen von der Doppelnatur ihres Mannes zu geben bis ein Fremder namens Gustav in ihr beider Leben trat. Sein Eros forderte das Paar auf, ein neues Feld zu betreten, das weit ?ber das Allt?gliche hinausging. Schnell wurde das Paar von der geheimen Gr?sse der S?nde ber?hrt, Tore ge?ffnet, der Begierde eine leidenschaftliche Grenzenlosigkeit zugef?hrt, die bald jeder der drei mit dem anderen auslebte.

Es war letzten Herbst gewesen, schon gegen Mitternacht, als Antonia von einer Reportage ?ber radikale
Islamisten in Tanger aus Marroko zur?ckkehrte, da stand im Flur ein Tramperrucksack mit einer Jakobsmuschel.
Ein zweiter Mann war eingezogen und brachte alles durcheinander.
Bei Kerzenschein und Gaszpacho auf dem Balkon erz?hlte ihr Juan die l?ckenhafte Version von seiner ersten Begegnung mit Gustav auf der Festung in Granada. Ausserhalb der Alhambra, ein maurisches Bauwerk, selbstverst?ndlich zu ihr geh?rend, wie ein f?r die Ewigkeit bestimmtes Liebespaar, die arabischen Roseng?rten el Generalife. Daher f?hrte ein dunkler Gang zum Aussichtsturm, den Juan oft abends durchschritt, um im Anblick der Las Ventas, Plaza de Toros, dem im Fluss Rio Darro sich spiegelndem Lichtermeer Granadas innezuhalten.

An diesem Ort schien es ihm aber auch selbstverst?ndlich, dass irgendein Mann auf ihn wartete. Mit dem R?cken an einen Orangenbaum gelehnt, fing ein Unbekannter mit einem Bleistift und Block die Szene in den Gassen des Albaicinviertels ein. Er sah zu Juan her?ber, gr?sste. Neben ihm ein Wasserspeier. Mit der hohlen Hand sch?pfte er ein wenig Wasser, sp?lte den Mund, warf es ins erhitzte Gesicht. Kaum zwei Schritte von Juan entfernt, sagte er in Spanisch mit Akzent: ' me gusto de sus corridas durante la Fiesta Corpus Christi.'
'Gracias' und Juan hatte nicht vor mehr zu sagen, drehte sich zu ihm um, sah ihm das erste Mal direkt ins Gesicht. Tropfendes blondes Haar, blaue Augen, makellose Gesichtsz?ge. Ein Bild vollkommener Sch?nheit und Reinheit verst?rte Juan, weil er seine Jugend verloren hatte und sich nun von ihr bedr?ngen liess.

Der Fremde holte ein P?ckchen Hanf aus seiner Jeansjacke, ?ffnete es, bot Juan ein Sch?chtelchen mit Zigarettenpapier an. Juan, der noch nie geraucht hatte, nahm ein Blatt Papier, streute etwas Hanf darauf, versuchte sich den ersten Joint seines Lebens zu drehen. Es misslang. Der Fremde lachte. Ein helles, jungenhaftes Lachen, es klang wie eine Befreiung. Er machte einen Schritt auf Juan zu:
'Nehmen Sie meinen Joint!'
Juan sp?rte die erwartungsvolle Hitze seines jungen K?rpers, den Geruch von Hanf. Er ber?hrte, als er nach dem Joint griff, mit den Fingerspitzen seine k?hle Hand unter der Haut der W?rme war. Der Fremde stahl ihm ein Gef?hl der inneren Sicherheit. Zwar wusste Juan, dass Matadoren wie er Objekte der Begierde auch von anderen M?nnern waren, doch nur in der Arena. Hier befand er sich auf dem offenen Feld der Lust, die der aufkeimenden Phantasie keine Z?gel verlieh. Kurz zitterte er, ehe er sich im Fragen nach Allgemeinem wieder fing, erfuhr, dass der Fremde Schweizer war. Nach dem Pilgerweg nach Santiago de Compostela nun Andalusien bereiste und in einer schrecklichen Lage steckte.

Antonia war ?berrascht ?ber die Grossz?gigkeit ihres Mannes, einem Fremden, der der hohen Kriminalit?tsrate Andalusiens zu Opfer gefallen, bestohlen worden war, Obdach zu gew?hren. Ihr Bauchgef?hl misstraute der ganzen Sache. Doch sie sagte nichts, liess ihren Verlobten erz?hlen.
'Er ist nett, kreativ, gespr?chig. Du wirst ihn morgen beim Fr?hst?ck sehen. Jetzt schl?ft er wie die letzten zehn Tage im G?stezimmer. ?brigens, er sieht wie dieser blonde, amerikanische Schauspieler aus, du weist schon.'

F?r einen Moment verzog Juan seine Lippen.
Weitere Informationen und Lesetexte finden Sie unter www.juergkilchherr.ch



Kontaktinformation:
Juerg Kilchherr



Kontakt-Person:
juerg kilchherr
verfasser
Telefon: 0041796669342
E-Mail: e-Mail

Web: http://www.juergkilchherr.ch

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Autor:

juerg kilchherr

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juergkilchherr am 19.12.05 22:29

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