CH-Kultur pur - das Neuste aus der Schweiz

Berner Zeitungs Artikel

Ich wohne ja in der N?he von Bern in der Schweiz und am kommenden Donnerstag erscheint dieser Artikel. Mal sehen wie die Leute darauf reagieren.


J?rg Kilchherrs neueste Geschichte spielt sich in heissen Klimazonen ab: In
Spanien, Sizilien und Sri Lanka. Der Schweizer Kunstmaler Gustav aus Mont
Vully tritt auf einer Leben in das Leben der Journalistin Antonia und deren
Freund Juan, einem andalusischen Stierk?mpfer. Aus der Dreiecksbeziehung
einer Frau zwischen zwei M?nnern wird eine leidenschaftliche Liaison - auch
die beiden M?nner verlieben sich in einander. ?Das ist ein v?llig neuer
Aspekt, dass in einer Homosexualit?t hineinspielt?, sagt
J?rg Kilchherr. In seiner Geschichte habe er der Erotik als Zeitstr?mung
nachgesp?rt und vor allem dem Weiblichen im Manne.
Reise nach Innen
?An diesem Buch arbeiten, war auch eine Forschungsreise nach Innen?, schaut
Kilchherr zur?ck. Er sitzt am kleinen Holzk?chentisch in seiner Wohnung und
h?lt das Buch in den H?nden. Auf dem Umschlagfoto k?sst ein Mann nackte
Haut. Ob es diejenige einer Frau ist oder eines Mannes bleibt unklar. J?rg
Kilchherr lacht. Ihn fasziniert das Ambivalente und Widerspr?chliche. Die
Personen in seinem Buch seien ein Puzzle das sich aus Beobachtetem, Erlebtem
und Geh?rtem zusammensetze. Nach dem Erstling ?Geschichten aus dem Vully?
ist ?M?nage ? trois? w?hrend zweij?hriger Arbeit entstanden.
Stipendien erhalten
Meist hat J?rg Kilchherr zuhause am K?chentisch geschrieben. Er ist aber
auch von mehreren Organisationen gesponsert worden. Dies hat ihm
Arbeitsaufenthalte in Rhodos und Deutschland erm?glicht. Das Buch drucken
und herausgeben konnte er dank der Teilnahme am Wettbewerb ?Deutschland
schreibt?. Dahinter steht der Verlag Books on Demand GmbH in Vorderstedt,
der die B?cher je nach Nachfrage, auch in Kleinstauflagen nachdruckt. Allerdings reichen der Erl?s aus B?chern, H?rb?chern, Bildern und Lesungen
nicht ganz aus, um den Lebensunterhalt vollst?ndig zu bestreiten. ?Ich
arbeite nebenbei noch als Journalist und in der Computerbranche?, sagt J?rg
Kilchherr.
Trends aufgegriffen
In seiner Geschichte hat der Schriftsteller geschickt Trends aufgegriffen
und ineinander verwoben: Reisen, Zeitstr?mungen und den Terroranschlag in
Madrid, dazu eine emanzipierte Frau, ein spanischer Macho und ein
weltgewandter Schweizer. Zwischen ihnen l?sst J?rg Kilchherr erotische
Spannung entstehen, er beschreibt ihre sexuellen Begegnungen oft poetisch,
aber dann wieder sehr gradlinig. Pornografisch sei sein Werk aber nicht,
sagt er. ?Ich beschreibe Sinnlichkeit, W?rme, D?fte und Gef?hle ?, betont
er. Die Reaktionen auf seine unverbl?mte Dreiecksgeschichte seien denn auch
sehr unterschiedlich ausgefallen. ?Die einen fanden die Geschichte
authentisch und spannend. Ein Schwuler fand sie prickelnd, ein anderer
wiederum anbiedernd, weil sich die beiden M?nner auch f?r Frauen
interessieren?, sagt Kilchherr und stellt fest: ?Bisexualit?t darf es
offenbar einfach nicht geben, das ist wohl zu heiss?.

juergkilchherr am 17.1.06 18:05

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