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natacha - nummer zehn -album 2008

Harte Gitarren zum Jubliäum
Natacha aus Burgdorf ist eine Sängerin, die von sich behaupten kann, sie sei die erste Mundartrockerin gewesen, sie habe stets auf ihre Stimme gehört, sei ihren Weg gegangen und habe die Konkurrenz aus dem Kanton Bern wie Mia Aegerter oder Kisha überlebt. Zwar war sie in den letzten Jahren von den grossen Bühnen verschwunden, hatte mit "Sorry" in Skandinavien einen Hit und totzdem bringt sie nun ihre zehnte Scheibe "Nummer 10" raus. Zwar ist es wieder eine Zusammenarbeit mit dem langjährigen Kreativpartner Daniel Platisa, doch die Band ist neu. Die neue Band brachte der Emmentalerin harte Gitarrenriffs und einen rockigern Sound, zu der die Stimme von Natacha mit dem langsamen Berndeutsch teilweise dem Sound hinterherrennt. Die Mutter von zwei Söhnen berührt erst in den Popballaden mit ihren Gelassenheit und reifen Gedanken zu aktuellen Themen wie bei "Meitli", wo sie von Teenager, die Sex und die gefälschte Blitzlichterwelt der Modebranche zu wenig reflektierten, singt. Das "7. Gebot" ist eine gefühlvolle Begegnung mit dem afrikanischen Schriftsteller Innocent Naki, der immer wieder mit Rassismus konfrontiert wird. Ihr Einfühlsvermögen für Menschen und ihre Schicksale ist den auch der grosse Pluspunkt vom zehnten Natachaalbum, das sich im Titel an das berühmte Coco Chanel Parfüm anlehnt und insgeheim hofft mal ein Klassiker zu werden. Als Mundartsängerin ist es Natacha schon längst. www.natacha.ch

juerg kilchherr am 13.8.08 13:38

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