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Stefan Heimoz-Berner Oberländerliedermacher

Stefan Heimoz
Sensibler Bärner Grind
Stefan Heimoz
 
Sensibler Bärner Gring
 
Der Liedermacher Mani Matter wird unter Berner Musikern wie ein Heiliger verehrt. In der ländlichen Umgebung Reichenbach im Kandertal im Berner Oberland lebt jedoch ein Vertreter der zweiten Liedermachergeneration nach Matter namens Stefan Heimoz, der ebenso gekonnt Mundart und Lebensweisen wiedergibt wie der verstorbene Texter. Während seiner freien Zeit findet man den Musiker oft in einem Cafe, wo er die Originale und Normalbürger des Oberlandes still beobachtet und Momente aus ihrem Leben in seinen Texten festhält. Doch auch er selbst ist Gegenstand der Betrachtung und auf die Feststellung, er mache
doch Musik, um dem Mannsbild eine sensible Note beizufügen, antwortet er mit ja. Zwar achtet er auch Mani Matter, doch zu seinen Vorbildern gehört dieser nicht, das ist vor allem der Franzose Georges Brassens. Drei Jahre hat er an seiner neuen Cd " unbegränzt haltbar" gearbeitet und mit verschiedenen
Gastmusikern eingespielt. Der einfühlsame Mensch Stefan Heimoz, der gerne tagträumt, vertonte dabei unter anderem seine Sicht über Ungewöhnliches auf den ersten Blick wie ein Piercing, dass Irren männlich ist oder eine Kolumne vom Sonntagszeitung-Schreiber Kaspar von der Lüeg. Auf den zweiten Blick deuten die Themen an, dass sich auf der Scheibe keine Heimatverklärung
und keine reine Poesie im klassischen Sinn finden. Die Themenvielfalt ist ein Spiegel des Kantons, wo Moderne und Tradition sich mischen in einer Zeit, die zu schnell lebt und wo Seelen oft aussehen wie vorgefertigte Waren, wie Stefan Heimoz meint. Dagegen will der Mann mit den tiefblauen Augen
kämpfen und die leisen Zwischentöne seiner Musik dem Lärm und dem Geschwätz entgegenstellen. Am 10. März tritt er im Dorfhus Spiez auf. www.stefanheimoz.ch

juergkilchherr am 8.12.06 15:39

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