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Daniel Küffer Quartett - Homage an eine Männerfreundschaft

Daniel Küffer Quartett
Homage an eine Männerfreundschaft
Wer im Mitteland wohnt, weiss, dass vier Monate im Jahr Nebel von seiner Hütte ist. Das kann auf die Seele schlagen, aber nicht wer den Soundtrack für lange Wintertage vom Daniel Küffer Quartet auflegt. Das ehemalige Irrwischmitglied Daniel Küffer, gebürtiger Langenthaler, überrascht auf "If we were close" mit einer modernen Herangehensweise an den Jazz. Die neun Stück instrumentaler Musik sind kein egoistisches, abstraktes Saxphongedudel sondern leichte, zärtliche, aber auch beschwingte Stücke über eine Phase einer Männerfreundschaft zwischen Daniel Küffer und Axel Fischbacher aus Düsseldorf. Der Berner und Deutsche hatten vor zwanzig Jahren auf einer Bühne zusammengespielt, noch ehe sie ihre Namen kannten. Die Freundschaft zerbrach, als Axels Alkoholproblem die Musik tangierte und der Musiker in ein dunkles seelisches Loch fiel. Ohnmächtig musste Daniel Küffer ansehen wie die dunklen Mächte dieser Welt seinen Freund gefangen hielten. Nach fünf Jahren fanden sie wieder zusammen und die Männer konnten dank der Heilung von Axel Fischbach wieder an die Arbeit an der neuen Cd  zusammen mit Schlagzeuger Steve Grant aus England und Ivan Rougny am Bass aus Frankreich. Die zärtlichen Noten auf der CD wie bei "Cap Camarat" sind nur ein Höhepunkt. Die Produktion ist ein wahres Juwel von einem Musiker, der es versteht die Leichtigkeit des Seins wortlos rüberzubringen. Da hat Daniel Küffer seinem Vorbild in Umgang mit Musik Andreas Vollenweider gut auf die Finger geschaut und wird manchen Jazzhasser dank den poppigen und rockigen Tönen für sich gewinnen. www.dk4.net
  

juerg kilchherr am 8.12.06 16:13

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