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wartsaal3-die haltestelle kunstraum

WARTSAAL3
Die Haltestelle Kunstraum
In Bern steht der Name Daniel Wyss für Mut. Vor fünf Jahren eröffnete er zusammen mit seinem Freund Benjamin Wehrli gegenüber dem Naturhistorischen Museum, wo unlängst Albert Einsteins Geist pompös gefeiert wurde, heute ausgestopfte Hirsche und gleich daneben die Briefmarken der Gotthardpost zu bestaunen sind, den Wartsaal 3.Das war und ist eine ehemalige Tramhaltstelle mit dem Charme eines heruntergekommen Holzhauses mit Kachelofen. Nach einigen Verbesserungen nutzten bis heute 100 Künstler aus der Region und dem Ausland, die Plattform für verschiedene Events wie Ausstellungen, Installationen, Lesungen und Konzerte. Das war für Daniel Wyss ein Ausdruck von junger Kreativität, die den strengen Kriterien der Galerien nicht standhält und trotzdem einen Weg sucht sich zu zeigen, den längst haben sich Kunstmark und Kunstempfinden von Jungen und Käufern getrennt. Der Wartsaal 3 war für Daniel Wyss aber auch ein Ort, wo er Gleichgesinnte fand, den als Kunstgrafiker hatte er es mit seiner Lebensweise manchmal schwer. So bezog er seine dritte Säulegelder vor, gab alles in New York aus für das Leben und die seine Kunst, der Fusion von Fleisch und Skulptur. Die Leuchtbilder sind Gemälde von Stein und Portät, am Computer hergestellt. Frankstein hätte diese Mutanten nicht besser hingekriegt. Reale Lebewesen hat der Künstler auch erschaffen. Mit 41 Jahren ist er nun Vater geworden. Den Wartsaal 3 wird es auch nach seinem Jubliäum mit dem Konzert von Peter Sarbach und der Aktion des Kunstmöchen im März weitergeben. Nur wird das Gewicht in Zukunft auf die perfromierte Kunst gelegt. Der Kunstmönch macht den Anfang. Ihm können Leute den Auftrag erteilen eine Ausstellung anzuschauen und er bringt das Resultat in einer anderen medialen Form ins Holzhäuschen. www.wartsaal3.ch   

juerg kilchherr am 8.12.06 16:53

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