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DEETRON-Das unbekannte Genie

Trendmagazin Redaktion Bern Dezember


Das unbekannte Genie


Im Ausland sind die Szenekenner und Clubgänger für DEETRON hell Ohr. Hier zulande kennt man ihn nicht. Das könnte sich mit seinem Debütalbum "Twisted" ändern, zumal es in ganz Europa von der Fachpresse als Must gefeiert wird, obwohl es nach fernab von Hypes und Modetrends klingt. Mit dem Label Music Man in Belgien hat der Berner einen Vertriebspartner gefunden, der es seinen Künstlern ermöglicht, den Fokus wieder auf die Musik zu richten, sich Zeit zu lassen im Erfinden und nicht dank dem leichten Zugang von Produktionssoftware nur Schnelllebiges zu veröffentlichen. DEETRON hat sich den auch lange Zeit gelassen für das Debüt, zuerst Maxis wie das "Dolls for a Diva" 2001 veröffentlicht. Die Zeit zum Debüt sei sehr intensive und oft auch schwierig gewesen, da er zeitweise über lange Zeit keinen Schritt weiterkam, was sehr frustrierend gewesen sei, gibt der Soundtüftler mit Hand zur Prefektion zu. Doch die neuen fertiggestellten Tracks sind den umsomehr eine Entschädigung und zeigen folgende Einflüsse: die technische Virtuosität und Leichtigkeit eines Jeff Mills. Sie beeindruckte den Berner genauso wie die Elektizismus von Francois K. oder die eleganten und souligen Sets von Derrick May. Leute, die er auf seinen Tourneen durch Spanien, Holland oder Belgien gesehen hat und auf "Twisted" indirekt Einfluss nahmen. Die Musikalität wurde ihm schon in die Wiege gelegt, den sein Vater war Jazzmusiker und die Musik im Hause ominipräsent. Michel Jackson und Prince waren DEETRONS Jugendhelden und Tanzbarkeit ist ein wichtiges Kriterium seiner ersten Platte, den auch Chicago House-, Detroit Techno- und Elektro-, Jazzeinflüsse sind auf "Twisted" zu hören. Eine bemerkenswerte Leistung, die DEETRON sicher viele Türen öffnen wird. Hoffentlich erkennt auch die Schweizerszene ihr einziges Genie bald an. www.deetron.com

juergkilchherr am 30.10.06 13:50

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