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kummerbuben-schattehang

Kein Grund zum kummern
 
Die Aussage Kummerbuben machen Bligg nach, indem sie sich auf moderne Art und Weise an Schweizer Traditionsliedgut annähern, um damit Erfolg zu haben, ist falsch. Den bereits vor dem Zürcher waren die Berner vor einenhalb Jahren mit ihrer Mischnung aus Rock, Polka und Folklore auf dem Debut auf Tournee erfolgreich und "Schattehang" wird dank mehr Tempo dem Sextett wieder Aufmerksamkeit garantieren. Das Volklied im neuen Kleid wird Sextett um Simon Jäggis Bass vorgetragen. Der ist gewöhnungsbedürftig, Tom Waits Anhänger werden ihn mögen, andere denken an einen singenden Trinker und über eine ganze Platte ist  die Tonart anstrengend, doch die Palette von Schwermut über Polkastimmungsmacher deckt  Simon Jäggi ab. "Schattehang" erzählt Geschichten von unglücklichen Helden, Liebeskummer, Tod und anderen traurigen Dingen. Das Dunkle wird aber erst im zweiten Teil der Platte in den Vordergrund gerückt, zu Beginn ist Partytime, dabei wirken einzelne Songs arg überfrachtet. Doch der Trend Heimatliedli poppig rüberzubringen wird Kummerbuben mit "Schattehang" auf der laufenden Tournee volle Häuser bescherren. www.kummerbuben.com

juerg kilchherr am 27.3.09 13:17

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