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anshelle- bettys garden


Die neue Saat von Anshelle
 
Es ist Frühling und die energische Michèle Bachmann aus Wileroltigen und ihre vier Jungs von Anshelle bestellen ihre Beete in  "Bettys Garden" mit zwölf Setzlingen, die mit der Schützenhilfe des Londoner Produzenten Steve Lyon (Cure, Depeche Mode) und Gert Stäuble (Züri West) künstlich gezeugt wurden und nun mit der Gunst des Publikums Richtung Hitparade wachsen. Ob die Saat mit der dritten Scheibe aufgeht, wird sich zeigen, liefert die Band doch Bewärtes ab, was heisst Pop. Zwar markieren zu Beginn die Gitarren Präsenz und es tönt rockiger, doch der mittlere Teil des Albums sind dann viele Midtempi-Vierminutensongs oft ohne Gesicht. Zwar ist hier der Gesang Michéle Bachmanns nicht mehr so gepresst wie bei den schnellen Nummern, aber die Stimmung ist deutlich schwermütiger, die Unsicherheiten der Gegenwart drücken in den düsteren Themen durch. Das überrascht, war doch die Sängerin mit marrokanischen Wurzel bisher voller Optiminus, doch der Sound ist eben nicht mehr in Watte gepackt, hat Ecken und Kanten, ist aber auch sehr gitarrenlastig geworden.
Der Albumtitel stammt von zwei zusammenhängenden, dennoch unterschiedlichen Songs ab. „Betty“ erzählt die Geschichte einer verlorenen Seele auf einem scheinbar iaussichtslosen Weg, während „Secret Garden“ ein Popsong ist, der über das Glück und die Zufriedenheit vom Finden des Gartens erzählt. Michèle beschreibt Betty als „eine Person auf der Suche nach Seelenfrieden, sich sehnend nach diesem Haus mit dem wunderschönenGarten voller Glückseeligkeit und Wärme“, und der Zuhörer kommt nicht darum herum sich mit dieser Sehnsucht zu identifizieren. Hier ist Anshelle Pop und Herrin mit der Gabe hookige Refrains mit filigranen Melodien zu schreiben.. www.anshelle.ch
 

juergkilchherr am 15.4.09 09:24

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