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nils althaus - aendlich

Vom Schläger zum Komiker
Plötzlich vor zwei Jahren war er da und schnell medial überall dank Film (Breakout/Schlägertyp gespielt) und Musik (Fuessnote), der ehemalige Biochemiker Nils Althaus aus Bern. Als Mann aus reichem Haus hatte er Mitte Zwanzig zur Kunst gefunden, die ihn auch ohne Ausbildung ein Einkommen gebracht hat. Als einer der wenigen kann er von seiner Kunst leben, steht nicht tags hinter der Kasse und nachts auf der Bühne obwohl keiner seiner Filme oder die CD ein komerzieller Grosserfolg war. Mitte März wurde "Aendlech", die zweite Cd im La Capella Bern aufgenommen und kommt mit einem selbstbewussteren Haltung als das Debut als Livecd mit viel Interaktion zwischen Sänger und Publikum auf den Markt. Nils Sinn für komische Situationen ist der rote Faden durch die vierzehn Mundartlieder, die zwischen Satire, Komik (Britney Spears Cover auf Berndeutsch) und Humor angesiedelt ist. Sein Gesang ist keine Wohltat, er betont die Worte oft wie Befehle, das tönt wie ein singender Chef. Positiv ist die Mischung zwischen Schenkelklopfer und geistreichem Witz. Doch lachen im Saal ist halt schöner als alleine zu Hause und so ist "Aendlech" mit seinem Verzicht auf technischen Schicksachnack eher die Aufforderung ans Livekonzert zu gehen, als eine Stunde Kleintheaterstimmung zu hören. Den auf der kommenden Tournee untermalt Nils Althaus, der gerade von einem Clownkurs in Paris kommt, den Narr in sich, er mit einem lachenden und einem zwinkernden Auge aufzeigt wie lustig eigentlich der Schweizer Alltag ist, wenn man wie er ein Auge für die Unzulänglichkeiten der Bürger hat. www.nilsalthaus.ch

juerg kilchherr am 16.9.09 12:21

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