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gustav - 666

Freiburger Kultstar auf dem Höllentrip

 
Lange bevor der ehemalige Lehrer aus Murten mit seinem letzten Album in die Hitparaden stiess, war Gustav Kult, weil seine Konzerte immer eine Mischung aus Unterhaltung und Komik, Chaos und Irrsinn waren, genau wie die Fahrt zu "666" , dem Zeichen für das böse im Menschen. Ist der Freiburger Pascal Vonlanten mit mit seiner Mischung aus Senslerdeutsch, Französisch und Hochdeutsch eine verlorene Seele geworden seit er vor zwei Jahren von der Bildfläche verschwand? Nein, Gustav versteht die Zahl als ein Augenzwinkern zu seiner Heavymetallliebe seiner Jugend und als Seitenhieb auf das was hinter den verschlossenen Türen einer wohlgesitten Bürgerlichkeit geschieht. Vielleicht ein Ménage à 3, ein Herzebrechen, ein Mord ohne Blut oder mehr. Den schliesslich steht der Bünzli auch für einen Leib mit unerfüllten Träumen, verdeckter Kontraste und Irrungen. So ist ein Teil seines neuen Albums Gesellschaftskritik und die andere überrascht. Den noch nie kamen sich der Sänger und Mensch Gustav so nah wie in "Abe am See", das nur mit Gitarre einen Mann zeigt, der nicht nur auf Lustig macht, sondern auch selbstkritisch ist. "666" ist aber wie gehabt facettenreich und zeugt von Arbeit, kommt nicht mehr so leicht wie bisher daher, bleibt aber eine Spielweise für Chansons, Rock und Illustration, da Gustav das Scherenschnittcover von "666" selber gemacht hat. Eben ein richtiger Teufelskerl aus dem Röstigraben. www.gustav.ch
 

juerg kilchherr am 19.2.10 11:26

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