CH-Kultur pur - das Neuste aus der Schweiz

nenakonzert-hallenstation zürich 18.4.2010

Der Vulkan Nena
 
Während am 18. April Islands Vulkan Asche in die Luft schleuderte, explodiere ein anderer im Hallenstation. Nena, das Fräulein Wunder sprühte mit Farben aus Licht dem vollen Saal eine Lava aus Rock, Techno, Pop und Schlager um die Ohren als wären 50 Lebensjahr nicht der Rede wert im Leben dieser Frau made in Germany. Das Wechselbad der genannten Musikstile war für viele der Familien aus der Aggro ein Plus, gabs doch dem Konzert über zwei Stunden eine Dynamik, aber auch ein Minus für Leute, die das Handgemachte an den alten Hits mochten. Den es braucht schon eine Offenheit für Neues "nur geträumt" im Elektrolook anzuhören und dabei die gleiche Romantik zu fühlen wie als Junger in den 80er Jahren. Doch Nena zeigte mit diesem Konzert, dass sie nicht stehengeblieben ist als Sängerin einer Hagner Jugendband nach dem internationalen Erfolg. Den  neben dem Kinderbuchschreiben, Grossmutterwerden, Kindergrossziehen, Gründerin einer alternativ Schule sein,  hatte Nena auch den Mut sich Musiktrends anzuschliessen oder sie für sich zu interpretieren mit ihrer mädchenhaften Stimme und dem Unbeschwerten im Charakter. Leider ging bei solch einem Stilmix oft Nenas Gesang und ihre kleinen Geschichten unter, ausser beim Akkustikteil mit "Wunder geschehn" zusammen mit Sohn und Tochter, dem Höhepunkt des Konzertes. Hier zeigt Nena Herz und liess spüren wie sehr sie doch das Publikum in den letzten 30 Jahren an ihrem glücklichen Leben teilhaben liess mit Lieder, die stets einfache Poesie waren, aber etwas Wahres für jederman hatten. 
 
 
 

juerg kilchherr am 19.4.10 01:17

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