CH-Kultur pur - das Neuste aus der Schweiz

steff la cheffe- bittersüsse pille

Die Chefin mit dr grosse Schnure
Stefanie Peter wohnt im Breitenrainquartier Berns und kam durch ihren Bruder zum Hip-Hop im Alter von 13 Jahren. Zehn Jahre später liegt nun das Debut als Steff la Cheffe unter dem Titel "Bittersüsse Pille" vor. Nachdem sie letztes Jahr den m4music Newcomer of the Year Award in der Kategorie Urban gewonnen hatte, mit Andreas Vollenweider als Schlagzeugimitatorin tournte, produzierte Dodo Jud, der Reaggaerapper das Debut. Wer Steff in der Strasse begegnet, sieht eine kleine, zierliche Frau mit zum Zopf gebunden schwarzen Haaren und lebendigen Augen. Jetzt macht dieses Gesicht das Mund auf und rappt nicht nur, sondern sprengt die Grenzen des Stils mit kabarettistischen Sprecheinlagen, Beatboing zu Worten voller Schlagkraft. Leider ist ihre Stimme nicht sehr laut, so dass viel von der Frechheit und Wachheit ihrer gesungenen Gedanken ungehört bleibt. Steff La Cheffe ist eine Einzelkämpferin in der Männerdomäne und wie einst bei Tic Tac Toe zeigt sie den Mann als schwach und voller Fehler. Der Flow ist zwar da, aber Dodos künstlerische Eingaben sind nicht immer inspiriert, so das das Werk etliche Hänger hat. "Bittersüsse Pille" ist schmutziges Reden einer selbstbewussten Frau, die eine gute Beobachtungsgabe hat für das Sichbehaupten der Frauen.  www.stefflacheffe.ch

juerg kilchherr am 6.5.10 15:44

bisher 0 Kommentar(e)     TrackBack-URL