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PINK konzert stade de suisse bern 10.7

Pink rockte im Sommer Carneval
 
Vor neun Jahren starteten drei Amerikanerinnen ihre Karriere. Von Britney Spears, Christine Aquliera ist nur Alecia Beth Moore aus Pennsylvania stadiontauglich. So liess sich die dressigjährige Pink am 10.Juli im ausverkauften Stade de Suisse Bern vor rund 40 000  Zuschauer um halb neun von einem Krahn in einer Box hochheben über die Häupter bis ein Kanonenschuss knallte und die Sängerin in die Tiefe fiel an einem Seil, sofort losrockte. Die sichtlich gutgelaunte Sängerin sang sich dann in rasantem Tempo durch die Album und spätestens beim fünften Poprocksong war das Motto des Abends "Funhouse" erfüllt und das begeisterte Publikum tanzte wie wild, während violette Ballons durch die Luft flogen. Viele visuelle Filmchen und Collagen rund um das Zirkusleben auf der Leinwand im Hintergrund begleitete die Band, die sehr laut spielte, aber auch bewies, dass sie richtige in die Tasten greifen konnte und rocken mit harten Gitarrenriffs. Pink benahm sich wie sie die Fans lieben, als Type, die wie eine Katze wild die Krallen ausstreckt und dann wieder schmust. Das allerdings viele Songs von der Platte wenig hergeben im Stadion, weil sie sehr kurz und austauschbar sind, das gab in der Mitte des Konzertes einigen Besucher Grund zu gehen. Als Amerikanerin zeigte sich Pink stets schonungslos offen, wenn es darum geht, Missstände in der Politik Bushs aufzuzeigen und so war der Höhepunkt das Akkustikset um "Dear Mr. President", das auch dank der grossartigen Backgroundsängerinen ein Hörgenuss war. Zwischendurch plauderte Pink mit dem Publikum über ihr Bad in der Aare und das zuviel Eis, dass sie gegessen habe. Mit diesem Stadiokonzert hat Pink bewiesen, dass ihre Show auch rund zwei Jahre nach Beginn noch Biss hat und sie als markante Persönlichkeit ihre Frau auf den Bettern, die  Spass bei 34 Grad bedeuten, steht.  

juerg kilchherr am 10.7.10 23:34

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