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tausendundzwei bern-geschichtenladen

Der Film im Kopf
Wer hinter die grossen Schaufenster an der Freiestrasse 31 im Länggassquartier tritt und Roswitha Menke in ihrem Tausendundzwei Geschichtenladen zuhört, merkt schnell, dass es nicht die von Fotos und Filme im Internet sind, die eine Geschichte machen sondern der Film im Kopf. Seit August lädt die seit 17 Jahren in Bern lebende Deutsche aus Paderborn einmal im Monat in die Räume, wo sie auch als Texterin und Sprachcoaching arbeitet. Dann wird Tausendundzwei zu einem literarischen Cafe, wo die studierte Erzählerin der Goldmannerzählakademie einen Text mit Stimme, viel Gefühl und ohne ihn abzulesen, vorträgt. Menkes künstlerische Auseinandersetzung mit deutschen Texten zeitgenössischer Autoren ist dann keine hundertprozentige Wiedergabe des Originaltextes sondern eine freie Interpretation, fast wie vor Hunderten von Jahren, als am Feuer Spannendes fabuliert wurde. Die interessante Unterhaltung für Aug und Ohr im Tausendundzwei ist aber nur dann so richtig ein Erlebnis, wenn der Zuhörer seine Vorstellung der Worte im Kopf weiterspinnt. Die Erzählstube öffnet auch für Kinder, ist Kursraum für kreatives Schreiben und ab Frühjahr plant Menke einen Austausch mit der französischen Sprache. Wer also anderes als immer das gleiche Weihnachtsmärchen hören möchte, dem sei der 16.12 empfohlen, wo Roswitha Menke Herzerwärmendes für kalte Tage liest.  www.geschichtenladenbern.ch  

juerg kilchherr am 17.11.10 15:13

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