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Pablopolar - Any Minute now

Sphärischer Sound statt Heimatkitsch Berner Mundartbands nennen ihre Kommunikation oft ein Mittel, um das Heimatgefühl ihrer Hörer wiederzugeben. Pablopolar will davon nichts wissen, sondern wirkt kühl auf ihrem Debut “Any Minute Now”. Unter der Leitung von Lunik-Produzent Luk Zimmermann spielt die neue Berner Band sphärischen Poprock in 45 Minuten mit Hang zur grossen Geste ohne einen Hänger und im Sinne von Coldplay. Sänger und Songwriter Manuel Kollbrunner und Gitarrist Simon Vogt gründeten 2008 die Band, aus der dieses Jahr ein Quardett wurde, das eingängige Songs mit Wohlfühlcharakter spielt. Der Name Pablopolar geht auf eine Legende aus dem südamerikanischen Raum zurück, wonach Pablo Esteban Polares ein Jahr vor der 1960 stattgefundenen Erdumrundung im All gewesen sein soll. Mag die Geschichte des Bandnamens interessant sein, die Texte der Songs sind es weniger, dazu versteht der Hörer den Sänger mit seiner beschränkten Stimmvolumen und –frasierung zu wenig und durch die kleine Songvielfalt, die durch mehr Eigensinn hätte verhindert werden können, wird das Album schnell Stangenware. Dies aber nur im internationalen Vergleich, in der Schweiz werden Pablopolar mit “Any Minute Now” für Aufsehen sorgen mit einem Album, das oft kantenlos daherkommt und vom Sound her, eine gute Kopie ist, aber eben anderes als der Rest der Schweizerbands. www.pablopolar.com

juergkilchherr am 6.9.11 10:53

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