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Goodbye Fairbanks

Goodbye Fairbanks -
Musikalisches Tagebuch gegen das eigene Vergessen
Zwar ist die Wohnsituation von Köniz, Muri oder Gümligen nicht wie in den Pariservorstätten, doch die Gesichtslosigkeit der Betonbauten ist ähnlich und man muss hier verdammt aufpassen, das man(n) nicht zur grauen Maus wird. In der Enge ihrer Wohnorte müssen die vier Jungs von Goodbye Fairbanks einfach mal Druck ablassen, um sich zu entwicklen und was würde sich dazu besser eignen als eine Band, die Posthardcore und Indiepop spielt. 
Die sechs Songs auf der EP "Smile, if you can" zeigen Berner Rocker, die ihren amerkanischen Vorbildern wie Jimmy Eat World oder Nada Surf  in nichts nachstehen. Als eine Art musikalisches Tagebuch sieht der neunzehnjährige Sänger Benjamin Etter seine Texte über seine Gefühle, den Schmerz und die Frustration eines jungen Lebens. Sie helfen ihm aber auch über seine schlechte Angewohnheit hinweg, Dinge zu verlieren, die ihm die Welt bedeuten.
Die Geschichte von Goodbye Fairbanks begann im 2004. Aber erst letztes Jahr fanden sich nach unzähligen Konzerten Olivier Alexandre Weiss (Bass), Ricardo Krenger (Gitarre), David Branca (Drums) und der Sänger Benjamin Etter zusammen. Der Schönling mit dem misstrauischen Blick ist wie die anderen zwei Maturant. Ricardo Krenger ist der einzige, der mit dem Erwachsenleben als Anwaltspraktikant in Berührung kommt. Die Freizeit der Männer gehört ganz der Band. Ihre Liebe zur Musik und den Tönen, ist auch als die Sehnsucht nach Gefühlen abseits des Leistungsdrucks zu verstehen. Die Aufnahmen der erschienen EP enstanden in Zusammenhang mit dem ehemaligen Mitglied von Patent Ochsner Philippe Stalder, der für mobile Aufnahmetechnik steht und kurzerhand den Bandraum zum Studio umfunktionierte. Die Reaktionen auf Goodbye Fairbands Musik aus Deutschland schmeichelten den jeunes hommes sehr, ist es doch ihr erklärtes Ziel, die erschienen und kommenden Songs, an denen sie momentan neben der laufenden Tournee basteln im Nachbarland aufzunehmen und zu vertreiben. Wie sagt der Drummer David Branca so schön: Die Zukunft gehört denen, die an die Schönheit ihre Träume glauben. Dabei darf es wohl auch hart tönen, solang man ein Team ist, das immer gewinnt. Ein amerkanischer Traum aus Berns Vorstadt.

juerg kilchherr am 8.1.07 21:38

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