CH-Kultur pur - das Neuste aus der Schweiz

Die Farbe und ich- Augusto Giacometti in Bern

Das Bergell ist ein abgeschiedenes Tal, wo man denken könnte, dass jeder jeden kennt und jeder versucht irgendwie mit jedem auszukommen, weil sonst nichts los ist. Doch Augusto Giacometti wurde wie Giovanni und Alberto Giacometti in Stampa geboren, aber im Dorf nahm man wenig Notiz voneinander als Jungs von zwei Familien mit gleichem Namen , vielleicht weil jeder das Künstlerische in sich trug und eine Vorahnung hatte, dass die Welt ihr Werk über den Tod hinaus bewundern würde. Im Kunstmuseum Bern kann man noch bis zum 8.2.15 Augusto Giacomettis farbenfrohe Gross- und Kleinformate bestaunen. Erstaunlich ist an diesem Werk wie stark dieser Bergler bei seinen Reisen nach Paris und Florenz die Zeitströmung aufnahm und etwas Eigenständiges daraus machte, dass an die Helden der damaligen Zeit wie Wassily Kandinsky, Piet Mondain oder Adolf Hölzel heranreichte und diese übertraf. Lichtdurchflutete Landschaften zu Beginn Giacomettis Karriere im Grossformat, dann Symbolismus, Aquarelle, farbiges Glas, Abstraktionen - der Bündner war ein Schaffer auf vielen Gebieten der Malerei und diese ist immer lebensfroh, farbig und voller Sehsucht die Mosaiksteine des Lebens anderes zu sehen.

juerg kilchherr am 1.10.14 22:46

bisher 0 Kommentar(e)     TrackBack-URL