CH-Kultur pur - das Neuste aus der Schweiz

Licht, Wasser, Weite - der Mont Vully gegen den Herbstblues

Falls Sie zu den Menschen gehören, die im Herbst bei dem aufkommenden Nebel und somit verminderten Sonneneinstrahlung melancholisch werden, ist ein Ausflug auf den Mont Vully eine gute Medizin gegen schlechte Laune.Auf 653 m. M. thront der Berg als Verbleib als der Murten-, Neuenburger- und Bielersee noch eins war. Die ehemalige Insel bewohnten die Kelten und die Helvetier. Feinfühlige Menschen werden aber neben sichtbaren Spuren dieser Stämme noch viel mehr Energie spüren, den die Natur ist dank Wasseradern reich.Von Murten fahren Schiffe über den See und halten in Motier, wo es Wanderwege durch die Rebberge, die nun geerntet werden auf der Waadtseite auf den Berg gibt,Der Anstieg ist anspruchsvoll, doch mittendrin tauchen Nahe des Hotel de Vully die Grotten von Lamberta auf,Wer nun denkt, die seien von den Kelten liegt falsch. Sie wurden 1916/17 zur Verteidigung des Mittellandes von der Armee gegraben wie auch der 200 m lange Stollen. Früher versteckten sich hier die Soldaten, heute spielen die Kinder mit den Löchern im Sandstein.Einen anderen happigen Aufstieg gibt es aus dem freiburgischen Sugiez, den viele Radfahrer wählen und einmal oben angekommen, bleibt ihnen die Luft weg, auch weil es hier eine Fernsicht um 360 Grad gibt, die weite Teile der Deutschschweiz, der Alpen und auf der anderen Seite die Westschweiz bis zum Chasseral zeigt. Da der Berg oben flach ist, ist es das Wandern leicht und die Zeugnisse der Kelten erscheinen bald. Das Oppidum von Bas-Vully auf den 2. Jahrhundert v. Chr. hat zwei westliche Sporn. Die Wälle sind eine Art Mauer aus Steinen und Lehm.Die drei Seen immer im Blick wandern wir weiter durch Weiden und das Licht ist so intensiv, dass hier besonders viele Bäume und speziell Eschen wachsen. Stellen Sie sich mal unter eine und sie spüren deren Energie.Vorbei an Landwirtschaft stösst man in den Wäldern auf bauliche Ueberreste von Bunkern, die aber dank zusätzlicher Bewaldung als Schadfleck im Verstecken bezeichnet werden darf.Waren auf der einen Seite die Rebberge prägend, sind es auf der Neuenburger Seite die Wälder. Wie Urwälder sind die Baumkronen ineinander vernetzt und das Unterholz ist voller Leben bis plötzlich ein Findling am Weg einen Namen trägt.Der Agazziz- Stein wurde von Gletscherforscher Jean Louis A. aus Motier entdeckt und stammt aus dem Furkagebiet. Agazziz, ein Wissenschafter, der später in den USA ein Star wurde und zu seinen Ehren dort Berge benannt wurden, Der Findling hat auch den Uebernamen eines rollenden Palastes. Lustig sind auch die Mythen um diesen Stein, in denen der Stein dem Teufel gehörte, der die Tore abends öffnete und Menschen verschluckte.Mit oder ohne Messgerät, die Schwingungen hier sind sehr hoch, spüren Sie sie selbst.Wieder aus dem Wald geht die Sonne unter, färbt die Rebberge golden und wir sind mit dem Licht des Wistenlachs wie die Deutschschweizer den Mont Vully nennen aufgeladen für den Winter.

juergkilchherr am 20.9.15 11:22

bisher 0 Kommentar(e)     TrackBack-URL